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Berufe am Theater sind so faszinierend wie vielfältig.

Die Informationen auf dieser Seite sollen Orientierung geben über Berufsbilder wie über Ausbildungsmöglichkeiten.
Als Organisation, die von den Österreichischen Theatern getragen wird, hat sich für technische Berufsbilder die Österreichische Theatertechnische Gesellschaft mit ihrer Ausbildungsakademie bestens etabliert.

 

Interesse an einem Job im Theater oder in einem Orchester?

Sie finden aktuelle Angebote zum einen auf den Websites der einzelnen Theater und Orchester. Zum anderen bietet Ihnen eine private Site einen Überblick über aktuelle Beschäftigungsmöglichkeiten in Theatern und Orchestern in Österreich und Deutschland:

http://www.theaterjobs.at

Über spezifisch technische Berufsangebote an Theatern in Österreich informiert Sie zudem unsere Schwesternorganisation der Österreichischen Theatertechnischen Gesellschaft:

http://www.oethg.at/service/jobs.html

 

ÖTHG – Österreichische Theatertechnische Gesellschaft

1973 wurde die Österreichische Theatertechnische Gesellschaft (OETHG) mit dem Ziel gegründet, auf nationaler und internationaler Ebene eine Kommunikationsplattform zu schaffen und den fachspezifischen Erfahrungs- und Ideenaustausch zu fördern. Darüber hinaus soll die OETHG die Verbindung zu Behörden, Medien und Institutionen pflegen und koordinieren.

Die OETHG versteht sich als gemeinnütziger Fachverband für alle im Bühnen- und Veranstaltungsbereich tätigen Mitarbeiter und Selbstständigen.

Alle zwei Jahre veranstaltet die OETHG die MEET (MEsse für Event und Theatertechnik), eine Tagung, in deren Rahmen Fachvorträge mit einer großen Ausstellung kombiniert sind. Die MEET ist der beste Rahmen für die Präsentation der Produkte unserer Mitgliedsfirmen und somit die wichtigste Informationsmöglichkeit für alle Mitglieder.

Finanziert wird die OETHG von den Mitgliedsbühnen des Theatererhalterverbandes Österreichischer Bundesländer und Städte, von den Bundestheatern und dem ÖGB.

Die Homepage der OETHG bietet imSinne der Aufgaben der Gsellschaft einen Überblick über technische Normen und Gesetze und über technische Fachliteratur:

http://www.oethg.at/

Für die Umsetzung der Aus- und Weiterbildungsaktivitäten der OETHG wurde im Jahr 2005 die Akademie der Österreichischen Theatertechnischen Gesellschaft m.b.H. als 100%-Tochter des Vereins OETHG gegründet. Das Angebot reicht von der technischen Ausbildung für die Bühne bis zum Sicherheitstraining für den Publikumsbereich. Details über das Seminarangebot finden Sie unter akademie-oethg.at.

 

Kunst

Autor*in

Berufsbild
Der Theaterautor – auch Dramatiker genannt – verfasst dramatische Werke als Grundlage von Schauspielinszenierungen. In der Regel arbeitet der Autor allein, Ausnahmen sind Theaterstücke, die in direkter Zusammenarbeit mit einem Ensemble entstehen (z.B. „Top Dogs“ von Urs Widmer). Danach gibt es mehrere Möglichkeiten, auf sein Werk aufmerksam zu machen. Der Autor kann sich direkt an die Intendanz oder Dramaturgie eines Theaters wenden, er kann sein Stück einem der zahlreichen Theaterverlage anbieten, oder er nimmt an einem entsprechenden Literatur-Wettbewerb teil.

Voraussetzungen
Der Beruf des Autors ist staatlich nicht geregelt, so dass jeder szenische Werke verfassen und auf dem Markt anbieten darf. Ganz allgemein gesagt sollte ein Autor – neben einem großen Interesse am Theater – einen Sinn für politische und gesellschaftliche Zusammenhänge besitzen, ein guter Beobachter menschlicher Denk- und Verhaltensweisen sein und das Formulieren und Komponieren dramatischer Texte auch ein Stück weit als Handwerk betrachten, in dem es Regeln und Erfahrungen zu berücksichtigen gilt. Schaut man sich den Werdegang zeitgenössischer Theaterautoren an, stößt man häufig auf Absolventen des Studiengangs Szenisches Schreiben, auf Studenten von Geisteswissenschaften (insbesondere Philosophie, Germanistik, Theater- und Kulturwissenschaften), auf Romanautoren und Lyriker sowie auf Schauspieler, Regisseure und Dramaturgen.

Ausbildung
Auch das Schreiben – ob dramatisch oder episch – hat eine handwerkliche Basis, die erlernt werden kann. Dass musikalische, bildende und darstellende Künste einer soliden Ausbildung bedürfen, wird im Allgemeinen nicht bestritten, aber auch literarische Fertigkeiten sind nicht immer nur „gottgegeben“. In jedem Falle werden in jüngster Zeit – ausgehend von Erfahrungen in den USA – auch bei uns verstärkt Schreib-Kurse angeboten. Die Bildungsträger und Kursformen variieren beträchtlich. Die Hochschulen in Berlin und Leipzig bieten sogar einen Studiengang an. Darüber hinaus gibt es an einigen Universitäten einschlägige Workshops und Seminare. Auch auf dem Gebiet der Fachliteratur wächst die Zahl der Autoren, die sich mit diesem Thema auseinandersetzen.

Choreograf*in

Berufsbild
Der Choreograf erfindet tänzerische Abläufe innerhalb einer Inszenierung bzw. arbeitet sie aus, meist für klassisches Ballett, Tanztheater oder Performance. In Oper, Operette und Schauspiel kommen ebenfalls häufig tänzerische Elemente zum Einsatz. Diese müssen fachkundig choreografiert, d.h. geplant und einstudiert werden. Hierzu erarbeiten Choreografen das Drehbuch oder die Vorlage für die Umsetzung des Stoffes, wählen die Tänzer mit aus und trainieren mit diesen die Tanzszenen. Choreografen arbeiten sowohl frei als auch in fester Anstellung und sind in der Regel ausgebildete Tänzer mit mehreren Jahren Bühnenerfahrung.

Voraussetzungen
Neben tänzerischer Berufserfahrung braucht ein Choreograf eine außergewöhnliche Bewegungsfantasie und muss hochmusikalisch sein. Er sollte ein instinktsicheres Gefühl für den artifiziellen Raum mitbringen und dies den ausführenden Tänzern vermitteln können. Eine gute Allgemeinbildung und Kenntnisse im kulturellen, künstlerischen und sozialen Bereich sollte ein Choreograf ebenfalls mitbringen.

Ausbildung
Die (Ergänzungs-) Studiengänge zum Diplom-Choreografen vermitteln künstlerisch-praktisches und pädagogisches Wissen. Neben Raum-, Bewegungs- und Kompositionslehre werden Techniken des modernen und klassischen Tanzes angeboten. Auch Musiklehre, Tanzgeschichte und Anatomie stehen auf den Stundenplänen der Ausbildungsinstitute, um auf den vielschichtigen Beruf vorzubereiten.

Chorsänger*in

Berufsbild
Den Beruf des Chorsängers gibt es seit ungefähr 150 Jahren. Mit wachsenden Repertoires und einer steigenden Anzahl von Vorstellungen konnten die Choraufgaben nicht mehr von den zuvor eingesetzten Gesangsvereinen wahrgenommen werden. Aufgrund der historischen Entwicklung ergibt sich für das Berufsbild des (Opern-) Chorsängers die Anforderung an einen Sängerdarsteller mit stilistischer Versiertheit, die von der Barockoper bis zur Moderne, von der Spieloper bis zum Musical reicht. Die Stimme sollte sich in den Gesamtklang integrieren und zudem lyrisch, dramatisch oder buffonesk gefärbt werden können. Überdies hat der Chorsänger außergewöhnliche Gedächtnisleistungen zu erbringen, da er ständig eine größere Anzahl musikalischer Werke – zum Teil in verschiedenen Sprachen – beherrschen muss. Immer wieder übernimmt der Chorsänger auch kleinere solistische Partien vom Chor.

Voraussetzungen
Sänger in Opernchören müssen eine überdurchschnittliche Musikalität besitzen, um den besonderen Anforderungen, die in der Vielstimmigkeit des Chorsatzes und in schwierigen A-Capella-Passagen liegen, gerecht werden zu können. Die Stimme soll tragfähig und klingend sein und vor allem in der Mittellage Strapazierfähigkeit beweisen. Neben psychischer und physischer Stabilität sollte der Chorsänger auch über darstellerische Fähigkeiten verfügen. Interessierte Laiensänger können sich über ihre grundsätzliche Eignung Klarheit verschaffen, indem sie im Extra-Chor eines Opernhauses die nötigen Erfahrungen sammeln. Der Extra-Chor gehört nicht zum Ensemble und besteht zumeist aus musikbegeisterten Laien und Studenten, die nach einem Probesingen hierfür ausgewählt werden. Der Extra-Chor wird immer dann engagiert, wenn die Größe des hauseigenen Chores nicht ausreicht. Zum Antritt des Studiums ist eine weiterführende Schulbildung vorteilhaft.

Ausbildung
siehe Solosänger

Dirigent*in

Berufsbild
Der Dirigent erarbeitet gemeinsam mit dem Orchester die Aufführung eines Musikwerks. Dabei ist er maßgeblich verantwortlich für die Interpretation des Stückes. Der Dirigent als Leiter des Orchesters entscheidet, an welchen Stellen er die Musiker fordert oder ihnen Zurückhaltung auferlegt. Sein ausgeprägtes psychologisches Einfühlungsvermögen und sein feines Gehör, gepaart mit Erfahrung und theoretischem Wissen, ermöglichen es ihm, die Solisten und Orchestermusiker jederzeit zu kontrollieren und ihre individuellen Leistungen zu einem musikalischen Gesamtkunstwerk zusammenzuführen. Durch die Zeichnung der Taktfiguren mit dem Taktstock regelt der Dirigent zunächst den äußeren metrischen Ablauf der Musik. Darüber hinaus bewirkt und beeinflusst er durch das „Wie“ der Zeichengebung Dynamik, Phrasierung, Ausdruck, Einsätze etc. Je nach Größe eines Opernhauses oder Konzertorchesters ist eine unterschiedliche Zahl von Dirigenten in den verschiedensten Funktionen tätig. Trotz ihrer voneinander abweichenden Aufgaben, denen sie innerhalb des Opernbetriebs nachgehen, verfügen sie alle im Wesentlichen über die gleiche Ausbildung. Vom Publikum am deutlichsten wahrgenommen wird die Arbeit des Dirigenten, der während der Vorstellung das Orchester und – im Falle eines Opernorchesters – die Sänger leitet.

Voraussetzungen
Zum Beruf des Dirigenten gehören neben einschlägigen musikalischen Fähigkeiten allgemeine Voraussetzungen wie pädagogisches Geschick, Fähigkeiten in der Menschenführung und eine möglichst umfassende kulturhistorische Bildung. Das Abitur als Schulabschluss ist zu empfehlen, benötigt wird für die Aufnahme in eine Dirigentenklasse meist die Mittlere Reife. An musikalischen Fähigkeiten werden Rhythmusgefühl, das relative Gehör und ein gutes Musikgedächtnis gefordert, die sich in sicherem Klavierspiel (Prima-Vista- und Partiturspiel), Kenntnissen bei möglichst vielen Instrumenten und sängerischen Erfahrungen (Chor) darstellen. Darüber hinaus gelten Kontaktfähigkeit und eine persönliche Ausstrahlung als Grundvoraussetzungen für die Tätigkeit des Dirigenten. Nicht zu vernachlässigen bei der Frage nach einer beruflichen Eignung ist die körperliche Leistungsfähigkeit. Dirigieren ist Schwerarbeit, daher ist körperliche Fitness wichtig.

Ausbildung
Nach der Aufnahmeprüfung tritt der Student in die Kapellmeisterklasse einer Akademie oder Musikhochschule ein. Das Studium – im Idealfall unter der Anleitung eines aus der Praxis kommenden Dirigenten – umfasst vor allem Orchester- und Chorleitung, und zwar sowohl im Einzel- und Gruppenunterricht als auch vor dem Hochschulorchester. Es dauert meist um die acht Semester. Unterrichtsfächer sind Schlagtechnik, Repertoireaneignung, Tonsatz, Gehörbildung, Musikgeschichte, Stimmkunde, Instrumentalkunde, Klavier- und Instrumentalunterricht für die eigene Spielpraxis. Oftmals ist die Mitwirkung im Hochschulchor oder -orchester obligatorisch, um dem zukünftigen Dirigenten ein Gefühl für das Mitatmen und Begleiten zu vermitteln. Italienischunterricht ist für Operndirigenten ebenfalls Pflicht.

Dramaturg*in

Berufsbild
Der Dramaturg betreut ein vielfältiges Aufgabengebiet und trägt wesentlich zum künstlerischen Profil eines Theaters bei. Er arbeitet in zwei Richtungen. Nach innen – d.h. innerhalb des Theaterbetriebes – sorgt er für eine musik- und literaturkritische Bearbeitung der geplanten Opern und Schauspiele und wirkt an einem ausgewogenen Spielplanentwurf und an der Entwicklung von Spielvorlagen mit. Nach außen – d.h. beim Publikum und der Presse – bemüht er sich um eine adäquate Vermittlung der künstlerischen Vorstellungen des Regisseurs, Choreografen, Dirigenten oder Intendanten und versucht, die Öffentlichkeit für die Arbeit und die Ideen des Theaters zu interessieren.

Voraussetzungen
Der Beruf des Dramaturgen verlangt keine festgelegten formalen Voraussetzungen, obwohl es mittlerweile spezielle Studiengänge gibt. Da jedoch ein umfangreiches Wissen hinsichtlich der Primär- und Sekundärliteratur, Erfahrung in der Kritik und Analyse von Texten sowie Fähigkeiten im Formulieren von literaturkritischen Texten unabdingbar sind, sind z.B. Studiengänge wie Theater-, Film- und Medienwissenschaft, Philosophie oder Germanistik sowie Berufe wie Journalist, Lehrer oder Schriftsteller als Vorbildung besonders geeignet. Ein Operndramaturg sollte Musikwissenschaft studiert haben und in der Lage sein, eine Partitur zu lesen und auf dem Klavier umzusetzen. Außerdem sollte ein angehender Dramaturg noch die folgenden Eigenschaften mitbringen: Organisationsvermögen, Lernbereitschaft, Durchsetzungsvermögen, Teamfähigkeit, Kontaktfreude, Überzeugungskraft, Gespür für Form und Ästhetik, Fantasie, Sensibilität, Menschenkenntnis und die Lust am Entdecken neuer Möglichkeiten. Ob mit oder ohne Studiengang – in diesem Beruf Fuß zu fassen hängt vor allem vom persönlichen Engagement ab, angefangen von der Aneignung der notwendigen Kenntnisse bis hin zur eigenständigen Kontaktaufnahme zu Theatern. Man kann sich z.B. zunächst um eine Stelle als Dramaturgieassistent bemühen oder um eine Dramaturgenstelle in einem kleineren Theater.

Ausbildung
Mit der Veränderung der Theaterlandschaft in den letzten Jahren haben sich auch die spezifischen Anforderungen an eine Ausbildung zum Dramaturgen gewandelt. Mittlerweile gibt es an einigen Hochschulen Vollzeit- und Aufbaustudiengänge, die praktische Dramaturgiearbeit und wissenschaftliche Grundlagen für Schauspiel und Musiktheater vermitteln, wozu Stücklektorat oder Verlags- und Vertragsrecht gehören.

Intendant*in

Berufsbild
Ein einschlägiges Gutachten* formuliert das Berufsbild des Intendanten (bisweilen auch Theaterdirektor genannt) folgendermaßen:

Voraussetzungen
Als Intendant sollte man klare Vorstellungen darüber haben, welches künstlerische Profil man an einem Theater schaffen kann und möchte und mit welchen Stücken und Personen dieses Ziel realistisch zu erreichen ist. Außerdem benötigt man ein hohes Maß an Stressfestigkeit und vor allem eine gehörige Portion Verhandlungsgeschick. Kenntnisse im Bühnen- und Musikrecht, Fähigkeiten in der Personalführung sowie betriebswirtschaftliches Know-how sind darüber hinaus unabdingbare Voraussetzungen. Sicherlich gibt es Intendanten, die nur aufgrund ihrer künstlerischen Fähigkeiten eingestellt wurden. Diesen wird dann in der Regel jedoch ein Verwaltungsdirektor mit weit reichenden Kompetenzen zur Seite gestellt.

Ausbildung
Eine Ausbildung zum Intendanten gibt es nicht, mittlerweile bietet allerdings die Universität Zürich einen Weiterbildungs-Studiengang zum Executive Master of Arts Administration an. Meist werden Schauspieler, Dramaturgen oder Regisseure zum Intendanten berufen. Unabdingbar ist eine gute Kenntnis der Strukturen am Theater und praktische Erfahrung an einem solchen Betrieb. Grundsätzlich gelten das Studium der Germanistik, der Kunstgeschichte, der Literatur und der Theaterwissenschaft als gute Voraussetzungen für diesen Beruf. Wer den Beruf des Intendanten anstrebt, sollte frühzeitig auf seine Person aufmerksam machen, entsprechende Kontakte knüpfen und in Führungspositionen arbeiten, um seine Fähigkeiten herausstellen zu können.

Komponist*in

Berufsbild
Der Komponist komponiert Musikstücke verschiedener Gattungen – Lieder, Sinfonie-Partituren, Fugen, Opern, Chorsätze oder auch Kompositionen für Filme und Werbespots. Komponisten können zudem als Dirigenten, Arrangeure, Lektoren, Musiklehrer, Fachredakteure oder Musikkritiker tätig werden. Sie sind in der Regel nicht an ein bestimmtes Haus gebunden. Diese freie Tätigkeit kann durch Auftragsarbeiten ergänzt werden, die in direkter Absprache, beispielsweise mit einem Opernhaus, angefertigt werden. Zumeist jedoch bietet der Komponist ein bereits fertiges Werk einer Bühne oder einem einschlägigen Fachverlag an.

Voraussetzungen
Das Berufsbild des Komponisten ist nicht staatlich geschützt; jeder darf komponieren und seine Werke auf dem Musikmarkt anbieten. Aufgrund des umfangreichen Wissens, das ein Komponist mitbringen muss, ist jedoch ein Kompositions-Studium angeraten. Die staatlichen Musikhochschulen verlangen hierfür als Voraussetzung den Nachweis der Hochschulreife sowie das Bestehen einer Aufnahmeprüfung (unter anderem die Präsentation mehrerer Eigenkompositionen). Bei überragender künstlerischer Begabung kann auf das Zeugnis der Hochschulreife verzichtet werden. Die genauen Einzelheiten hinsichtlich der Studienzulassung erfährt man direkt bei den Hochschulen.

Ausbildung
Das Studium dauert etwa fünf Jahre und umfasst insbesondere die Fächer Komposition, Harmonielehre, Kontrapunkt, Werkanalyse, Instrumentation, Gehörbildung, Akustik, Instrumentenkunde, Formenlehre, Klavier, Generalbass- und Partiturspiel, Musik- und Bühnenrecht, Methodik und Aufführungspraxis, Opern- und Musikgeschichte, Chorleitung, Schlagtechnik, Orchesterleitung, Dirigieren, Musikelektronik.

Musicaldarsteller*in

Berufsbild
Im Zuge des Musical-Booms der 80er- und 90er-Jahre hat sich auch der Beruf des Musicaldarstellers durchgesetzt. Ein Musicaldarsteller muss die drei künstlerischen Ausdrucksweisen Gesang, Tanz und Schauspiel gleichermaßen gut beherrschen. Sein Berufsalltag ist von Proben und Aufführungen bestimmt, durch die künstlerische Vielfalt ist der Beruf sehr anspruchsvoll. Ein Musicaldarsteller tritt oft jahrelang im selben Stück auf, da die meisten Musicaltheater bis zu 7x die Woche dieselbe Produktion spielen. Die Zahl der reinen Musicalbühnen ist überschaubar und die Sparte Musical an großen Theatern selten zu finden. An einer Musicalbühne herrscht zumeist ein internationales Flair, da Darsteller aus vielen verschiedenen Ländern zusammen arbeiten. Auch als ausgebildeter Sänger, Tänzer oder Schauspieler kann man mit entsprechender Qualifikation bei einem Musical engagiert werden (vgl. daher auch die Informationen zu diesen Berufen). Umgekehrt kann aber auch ein Musicaldarsteller an einer klassischen Bühne oder in einer Tanzcompagnie landen.

Voraussetzungen
Als Musicaldarsteller braucht man ein hohes Maß an Engagement, Energie und Durchhaltevermögen. Talent, natürliche Ausstrahlung und künstlerischer Instinkt sind unabdingbare Voraussetzungen, um diesen Beruf ergreifen zu können. Selbstverständlich für einen Musicaldarsteller sind darüber hinaus Musikalität, Rhythmusgefühl und körperliche Fitness. Die meisten Ausbildungsinstitute fordern eine Aufnahmeprüfung, um diese Fähigkeiten nachzuweisen.

Ausbildung
Es gibt staatlich anerkannte Diplom-Studiengänge mit einer Regelstudienzeit von 8 Semestern im Bereich Musical sowie viele kostenpflichtige Ausbildungen an Privatschulen. Auf dem Stundenplan stehen in der Regel unter anderem eine schauspielerische Grundausbildung, Ballett, Modern, Jazz- und Steptanz, Einzelgesang und chorische Ensemblearbeit. Hinzu kommen Musiktheorie, Musical- und Theatergeschichte und Bewegungstheorie.

Orchestermusiker*in

Berufsbild
Der Orchestermusiker studiert gemeinsam mit anderen Musikern und dem Dirigenten die Aufführung eines musikalischen Werks ein. Er ist Teil einer Gruppe, die dann ihre höchste Leistung bringt, wenn jeder Beteiligte diszipliniert seine Stellung im Gesamtwerk durchhält, sich aber auch auf die mit ihm spielenden Musiker einstellt. Dies gilt unabhängig vom Instrument für das Theaterorchester wie auch für Rundfunk- und Konzertorchester. Um den Ansprüchen zu genügen, die heute an ein Orchester gestellt werden, erbringt der Musiker bisweilen große psychische und physische Leistungen. Dabei muss er seine Kräfte so einteilen, dass sowohl für die häusliche Probenarbeit als auch für den Einsatz im Orchester ein Maximum an Leistung möglich ist.

Voraussetzungen
Musiker zu werden und dafür ein Instrument zu wählen, kann man sich nicht erst vornehmen, wenn man die Schule verlässt. Spätestens im Lebensalter zwischen 10 und 16 Jahren muss man sein technisches und musikalisches Können durch regelmäßigen Unterricht und kontinuierliches Üben so weit entwickeln, dass ein Leistungsstand erreicht ist, der für die Aufnahme an der beruflichen Ausbildungsstätte ausreicht. Voraussetzung hierfür ist zunächst ein erkennbares Maß an Musikalität: gutes Gehör, Klangsinn und rhythmisches Empfinden sollten in einem Umfang vorhanden sein, der als ausbildungs- und entwicklungsfähig gelten kann. Je nach den körperlichen Gegebenheiten (Größe und Form der Hände, Bildung der Kieferpartie, Atemvolumen) kommt ein entsprechendes Instrument in Frage. Als Anfangsalter gelten allgemein: für Geige und Klavier 6 Jahre, für Cello 8-10 Jahre, für Flöte und Blechblasinstrumente 10 Jahre und für Rohrblatt- oder Blattinstrumente 12-14 Jahre. Neben privat unterrichtenden Orchestermusikern übernehmen die (preisgünstigeren) städtischen Musikschulen diese Grundausbildung, die bereits durch Unterricht in Musiktheorie und Gehörbildung ergänzt werden sollte. Auch der Besuch von Musikgymnasium bzw. Schulen mit musischen Schwerpunkten ist hilfreich.

Ausbildung
Musikhochschulen, Konservatorien oder Fachakademien bieten ein unterschiedliches Lehrprogramm, das im Allgemeinen 6-12 Semester dauert. Im Einzel- oder Gruppenunterricht erfolgt die Ausbildung im Hauptinstrument und den Nebeninstrumenten, wozu neben Klavier bei einigen Bläsern die höhere oder tiefere (Piccoloflöte, Bassklarinette) Version gehören. Weiterhin sind Kurse in Musiktheorie, Gehörbildung, Musikgeschichte und wahlweise Italienisch zu belegen. Die Mitwirkung im Hochschulorchester und in Kammermusikensembles ist eine Pflichtaufgabe. Nach 4-6 Semestern folgt eine Zwischenprüfung, danach die Meisterklasse mit der Vorbereitung auf das Konzertexamen.

Puppenspieler*in

Berufsbild
Ein Puppenspieler eröffnet dem Publikum durch seine Puppen und Figuren ganz eigene Welten. Der Vielfalt der Formen und Materialien sind hierbei kaum Grenzen gesetzt. Ob Marionetten, Handpuppen, Stockpuppen, Tischfiguren, Marotten, Lauffiguren, Schattenfiguren, Klappmaulfiguren oder Masken – die Palette ist so reichhaltig wie die Fantasie des Spielers. Auch für die Bühne gibt es zahlreiche Möglichkeiten: Guckkastenbühne, Schachteltheater, schwarzer Raum oder auch ganz ohne Bühne, drinnen oder draußen. Hinzu kommen zahllose Variationen in der Licht-, Kostüm- und Tongestaltung. Der Spieler ist mal gleichberechtigt mit der Puppe auf der Bühne und mal überhaupt nicht zu sehen, mal hört man seine Stimme, dann wieder bleibt er stumm. Eines haben alle Puppenspieler dabei gemeinsam: Sie müssen sich – und darin korrespondieren sie mit dem Schauspieler – auf ihre Figur mit ganzer Seele und ganzem Körper einlassen. Nur wenn der Puppenspieler den dargestellten Charakter lebt, wird die eingesetzte Figur die Intention dem Publikum vermitteln können. Vor allem in den asiatischen Ländern mit ihrer alten Tradition des Figurenspiels gibt es ausgeklügelte Haltungs- und Bewegungsmuster für den Akteur.

Voraussetzungen
Wer das Handwerk des Puppenspielers in einem staatlich geregelten Studium erlernen will, muss in der Regel die allgemeine oder fachgebundene Hochschulreife besitzen (ggf. sind Ausnahmen möglich) und eine Aufnahmeprüfung bestehen. Erste Erfahrungen im Bereich des Figurentheaters sind nicht zwingend, aber vorteilhaft. Grundsätzlich sollte ein Puppenspieler ein hohes Maß an Fantasie, Vorstellungsvermögen und Kreativität im Umgang mit verschiedensten Werkstoffen mitbringen. Ferner sind Idealismus und Bescheidenheit vonnöten, denn die Zahl der Arbeitsplätze ist klein und die Verdienstmöglichkeiten eher gering.

Ausbildung
In Berlin und Stuttgart gibt es eine staatlich geregelte Ausbildung zum Puppenspieler, die jeweils auf 3-4 Jahre angelegt ist. Beide Hochschulen besitzen eine eng begrenzte Kapazität an Studienplätzen, die nach einer individuellen Aufnahmeprüfung vergeben werden. Die Inhalte des Studiums umfassen Bereiche wie Atem- und Stimmbildung, Körpertraining, Materialkunde, Bühnenbild, Dramaturgie, Bildnerisches Gestalten, Theorie u. a. Das Studium endet mit einer Diplomprüfung. Darüber hinaus gibt es eine Vielzahl von Fort- und Weiterbildungsangeboten. Eine entsprechende Übersicht gibt es unter www.figurentheater.de. In der Informationsbroschüre des Deutschen Puppentheater e.V. finden sich zahlreiche einschlägige Adressen (Figurentheater und Spielstätten, Anbieter von Lehrgängen und Praktikantenstellen, Verbände und Vereinigungen, Fachzeitschriften, Sammlungen und Museen u.s.w.)

Refernt*in der Intendantin/des Intendanten

Berufsbild
An großen Theatern gibt es bisweilen die Stelle eines persönlichen Referenten (oder Assistenten) des Intendanten. Dieser arbeitet dem Intendanten zu und unterstützt ihn bei seiner Arbeit. Inwieweit die Aufgaben des Intendanten delegierbar sind, entscheidet sich im Einzelfall und ist auch davon abhängig, welche Vorbildung der Referent besitzt bzw. welche Tätigkeit er im Theater sonst noch wahrnimmt (beispielsweise Dramaturg oder Disponent). Große Häuser beschäftigen oft auch einen Referenten des Verwaltungsdirektors, wobei dieser im Vergleich zum Referenten des Intendanten inhaltlich andere Aufgaben hat (vgl. hierzu die Ausführungen zum Verwaltungsdirektor).

Voraussetzungen
Es gibt zwei besonders wichtige Voraussetzungen, um als Referent eines Intendanten arbeiten zu können. Zum einen muss man die Arbeitsabläufe und Strukturen eines Theaterbetriebes kennen, zum anderen muss man mit „seinem“ Intendanten „gut können“. Nur bei gegenseitigem Vertrauen und wechselseitiger Sympathie kann eine solche Tätigkeit erfolgreich sein. Grundsätzlich sollte ein Referent gut mit Menschen umgehen können, da er für Fragen und Wünsche der Theatermitarbeiter oft der vorgeschaltete Ansprechpartner ist. Viele Intendanten nehmen bei einem Wechsel an ein anderes Haus ihren Referenten mit.

Ausbildung
siehe Voraussetzungen

Regieassistent*in

Berufsbild
Der Regieassistent unterstützt den Regisseur bei seiner Arbeit. Im Wesentlichen bedeutet dies das Führen des Regiebuchs, in dem alle für eine Inszenierung bedeutsamen Daten notiert werden: Positionen, Gänge, Textänderungen und -streichungen, Auftritte und Abgänge etc. Diese Arbeit erfordert große Sorgfalt, denn das Regiebuch mit seinen Notizen ist die Grundlage für die späteren Repertoirevorstellungen und Wiederaufnahmen. Aus ihm muss jederzeit ersichtlich sein, welches Konzept einer Inszenierung zugrunde liegt und wie das Stück verlaufen soll. Des Weiteren hat der Regieassistent die Aufgabe, in Absprache mit dem Regisseur den Probenplan zu erstellen. Dabei muss er sowohl den künstlerischen als auch den räumlichen und personellen Gegebenheiten Rechnung tragen. Jede Probe muss so effektiv wie möglich genutzt werden. Zudem ist er die zentrale Kontaktstelle zwischen dem Regisseur und den Mitarbeitern der jeweiligen Produktion sowie allen betroffenen Abteilungen im Haus. Häufig übernimmt der Regieassistent auch die Tätigkeit des Abendspielleiters. Sie umfasst die Betreuung und Einarbeitung von Gastdarstellern sowie die künstlerische Überwachung der abendlichen Repertoirevorstellungen.

Voraussetzungen
Zu den Voraussetzungen vgl. die Informationen beim Regisseur. In Deutschland gibt es im Gegensatz zu einigen anderen Ländern keine Ausbildung zum Regieassistenten. Die praktischen Erfahrungen, die man als Regieassistent macht, sind aber eine wichtige Basis für spätere eigene Regiearbeiten. Vom Versuch, zugunsten eines sofortigen Einsatzes als Regisseur um ein Dasein als Regieassistent „herumzukommen“, ist hinsichtlich einer praktisch fundierten Ausbildung daher abzuraten.

Ausbildung
siehe Voraussetzungen

Regisseur*in

Berufsbild
Die Aufgabe des Regisseurs besteht darin, Bühnenwerke zu inszenieren. Hierfür entwickelt er auf der Grundlage eines Textes ein Konzept für eine Szenenfolge, häufig in enger Zusammenarbeit mit Dramaturgen, Bühnen- und Kostümbildnern. Nicht immer wird der Text in der originalen Fassung übernommen, sondern verändert; sei es, dass Übersetzungen ungenau sind oder einzelne Passagen nicht in das Konzept des Regisseurs passen. Wenn der Regisseur „seine“ Interpretation des geplanten Werkes gefunden hat, muss das Stück mit Schauspielern und Sängern besetzt werden. Sobald dies geschehen ist, beginnen die Proben, die den Hauptteil der Arbeit eines Regisseurs ausmachen. Während dieser Phase arbeitet er intensiv mit den Darstellern. Spätestens dann beginnt auch das künstlerisch-technische Personal mit der Vorbereitung der Premiere. Bühnenbilder müssen gebaut, Kostüme genäht, Lichteffekte probiert, Bühnenmusik komponiert und Masken gestaltet werden. Mit allen diesen Mitarbeitern pflegt der Regisseur – meist über seinen Regieassistenten – einen engen Kontakt, damit sich im Laufe der folgenden Wochen ein harmonisches Gesamtbild entwickeln kann. Im Musiktheater kann sich dieses Team noch um den Dirigenten, den Chorleiter, den Repetitor und den Ballettmeister erweitern. Während dieser Zeit muss der Regisseur immer wieder Entscheidungen treffen bzw. Kompromisse schließen zwischen dem künstlerischen Ideal und den gegebenen Sach- und Personalzwängen. Er muss dies in überzeugender Art und Weise tun und seinen Stab jederzeit für seine Vorstellungen motivieren können.

Voraussetzungen
Die Liste der Eigenschaften, die im Allgemeinen von einem Regisseur erwartet werden, ist lang und vielfältig: Er sollte eine gute Allgemeinbildung und umfangreiche Kenntnisse der Primär- und Sekundärliteratur besitzen, musikalisch, stilsicher und sprachlich versiert sein, Selbstbewusstsein, Führungsstärke und Verantwortungsbewusstsein mitbringen, eine reiche Fantasie haben, gepaart mit Form-, Farb- und Raumempfinden. Er muss organisieren und motivieren und darf auch bei hoher psychischer Belastung nicht resignieren.

Ausbildung
Die Aufnahmebedingungen der jeweiligen Ausbildungsinstitute sind unterschiedlich und müssen im Einzelfall dort erfragt werden. In der Regel entscheidet eine Aufnahmeprüfung über die Vergabe der wenigen Plätze. In einer solchen Prüfung wird versucht zu erkunden, welche konzeptionellen Fähigkeiten ein Bewerber mitbringt, aus welcher Motivation heraus er diesen Beruf ergreifen möchte und welche Kenntnisse er über das heutige Theater besitzt. Die meisten Schulen setzen ein Mindest- und ein Höchstalter an, das zwischen 17 und 21 bzw. 24 und 30 Jahren liegt. Wer Musiktheaterregie lernen möchte, muss darüber hinaus auch sein praktisches und theoretisches musikalisches Können unter Beweis stellen. Welche Fächer in welcher Gewichtung gelehrt werden, hängt vom jeweiligen Institut ab; grundsätzlich gibt es jedoch an allen Hochschulen die vier Bereiche Werk-Darsteller-Bühne-Praxis. Über Förderungsmöglichkeiten informieren die Ausbildungsinstitute. Die erste Stufe in der praktischen Arbeit als Regisseur ist in den allermeisten Fällen die Regieassistenz (vgl. dort).

Repetitor*in

Berufsbild
Der Repetitor – häufig auch Korrepetitor genannt – unterstützt die Akteure in ihren Vorbereitungen einer Inszenierung. Im Bereich des Orchesters ist er in der Regel ein Musikstudent mit Kapellmeister-Examen, der Dirigent werden möchte. Er hilft im Verlauf der Solo-Einstudierung am Klavier dem Sänger, seine Rolle musikalisch zu lernen, gibt ihm dabei Ratschläge zur technischen Bewältigung der Partie und überwacht die korrekte und deutliche Aussprache. Während der szenischen Proben ersetzt der Repetitor am Klavier das Orchester und gibt den Sängern nötigenfalls die Einsätze. Außerdem begleitet er das Vorsingen für ein Theater, richtet das Orchestermaterial einer Produktion ein (Striche), übernimmt das Spielen von Tasteninstrumenten im Orchester und dirigiert Bühnenmusiken bei der Vorstellung. Sonderaufgaben sind die Arbeit als Beleuchtungsrepetitor, der im Stellwerk musikalisch festgelegte Lichtwechsel angibt, und das Auslösen von Geräuschen oder anderen Bandeinspielungen aus der Tonzentrale. Für die Bereiche Chor und Ballett gilt grundsätzlich das gleiche wie für die Arbeit mit dem Orchester.

Voraussetzungen
Vgl. Dirigent

Ausbildung
Vgl. Dirigent

Schauspieler*in

Berufsbild
Dem Schauspieler wird innerhalb der Produktion eine Rolle übertragen, die er mit seinen künstlerischen Möglichkeiten Gestik, Mimik und Stimme unter Zuhilfenahme von Maske, Kostüm und Requisiten gestaltet. Für den Zuschauer stellt der Schauspieler fiktive Figuren in fiktiven Situationen und Handlungen dar. Er spielt eine Rolle, eine erdachte Figur, aber auch historisch belegte Personen. Vor Beginn der Einstudierung, der eigentlichen Probenarbeit, muss sich der Schauspieler im Selbststudium mit seiner Rolle beschäftigen. Hierzu gehören das Auswendiglernen des Textes, die Beschäftigung mit dem sozialen und historischen Umfeld der Rolle, mit der Zeit, in der das Stück spielt, mit den besonderen Umständen, in denen sich die Handlung zuträgt und mit den physischen, sozialen und psychischen Besonderheiten der zu spielenden Figur und ihrer Partner. Diese Arbeit wird auf der Probe gemeinsam mit den anderen an der Produktion beteiligten Darstellern unter Anleitung des Regisseurs fortgesetzt. Wichtig ist dabei die Fähigkeit des Schauspielers, dem Regisseur eigene Vorschläge für die Rollengestaltung zu machen. Die Probendauer von der ersten Leseprobe bis zur Premiere ist sehr unterschiedlich. Große Bühnen können meistens längere Probenzeiten disponieren als kleinere Theater. Im Schnitt betragen die Proben vier bis acht Wochen pro Stück.

Voraussetzungen
Menschenkenntnis, Grundkenntnisse der Psychologie, Soziologie, Geschichte und Kunstgeschichte gepaart mit Fantasie und hoher physischer Belastbarkeit sind für eine Arbeit als Schauspieler unerlässlich. Disziplin braucht man sowohl für den Beruf als auch für die Ausbildung. Formal wird für das Studium der Fachrichtung Schauspiel eine abgeschlossene Schulbildung (Mittlere Reife oder Hochschulreife) vorausgesetzt. Davon können Ausnahmen gemacht werden, wenn eine besondere Begabung nachgewiesen wird.

Ausbildung
Unterschiedliche Ausbildungswege führen zum Beruf: die meist vierjährige, schulgeldfreie Ausbildung an einer staatlichen bzw. städtischen Schauspielschule oder Kunsthochschule mit der Fachrichtung Schauspiel oder die Ausbildung an einer privaten, schulgeldpflichtigen Schauspielschule bzw. der private Einzelunterricht bei einem Schauspiellehrer.

Solosänger*in

Berufsbild
Bei Aufführungen des Musiktheaters steht der Solosänger als Träger des dramatischen Geschehens im Mittelpunkt. Er hat seine Rolle mit stimmlichen und darstellerischen Mitteln auszufüllen. Neben den musikalischen Qualitäten werden daher im heutigen Theater auch schauspielerische Fähigkeiten gefordert und Ansprüche an eine persönliche Ausstrahlung gestellt.

Voraussetzungen
Die Verwirklichung des Entschlusses, den Sängerberuf zu ergreifen, ist nur dann zu empfehlen, wenn neben einer unzweifelhaften stimmlichen Begabung zumindest auch erkennbare Ansätze künstlerischer Anlagen vorhanden sind. Interessenten, die nach dem Stimmwechsel eine bildungsfähige Stimme besitzen und durch mehrjährige Praxis über genügend musikalisches Vermögen und eine entsprechende Vorbildung – auch im Spielen eines Instruments – verfügen, können sich bei körperlicher Eignung (Gedächtnis, Lungenvolumen) einer Eignungs- oder Aufnahmeprüfung stellen. Als schulische Voraussetzung genügt der Hauptschulabschluss; Mittlere Reife oder Abitur sind aber mit Rücksicht auf das weitere Berufsleben die besseren Grundlagen.

Ausbildung
Die Ausbildung beginnt am sinnvollsten in der Opernklasse einer Musikhochschule, denn diese gewährleistet die notwendige Vielseitigkeit, die der Sänger bei seinem späteren Wirken auf der Bühne benötigt. Ein Privatstudium mag den gesangstechnischen Anforderungen genügen, wenn der Lehrer die nötige Befähigung zur Ausbildung besitzt. Aber das Aneignen darüber hinausgehender Fähigkeiten ermöglicht nur die Musikhochschule. In einem etwa sechsjährigen Ausbildungsgang wird der Student im Einzelunterricht (Hauptfach Gesang, Korrepetition, Nebenfach Klavier) und im Gruppenunterricht (szenische Schulung, Tanzen, Fechten, Sprechunterricht, Italienisch) auf den Abschluss vorbereitet. Dieser Abschluss und die bis dahin erarbeiteten Repertoirekenntnisse bilden die Grundlage für Bewerbungen an den Theatern.

Souffleur*in

Berufsbild
Die Aufgabe des Souffleurs ist es, dem Künstler auf der Bühne unauffällig zu helfen, falls dieser seinen Text vergisst. Dazu liest er konzentriert den Text der Aufführung mit, den er während der Proben bereits intensiv kennen gelernt hat, und muss erahnen, wann der Schauspieler oder Sänger einen „Hänger“ hat und wann er vielleicht nur eine Kunstpause setzt. Die besten Souffleure sind in der Regel die, die selber Erfahrung als Schauspieler oder Sänger haben. Der Aufenthaltsort des Souffleurs ist im Musiktheater oft ein Kasten, der am vorderen Bühnenrand so tief eingelassen ist, dass man gerade noch die Bühne übersehen kann. Im Sprechtheater sitzt er meist in der ersten Reihe, manchmal auch in der Kulisse. Der Souffleur muss so leise sprechen, dass kein Zuschauer etwas davon merkt, und gleichzeitig so laut, dass der Darsteller auf Anhieb wieder in seinen Text zurückfindet.

Voraussetzungen
Geduld, Konzentrationsfähigkeit Einfühlungsvermögen und Gelassenheit sind unabdingbare Voraussetzungen. Man sollte das Theater und den unregelmäßigen Arbeitsalltag lieben und über eine belastbare Stimme verfügen. Opernsouffleure müssen darüber hinaus Noten lesen können, um dem Klavierauszug zu folgen, sie sollten auch ein wenig singen und bei fremdsprachigen Texten weiterhelfen können.

Ausbildung
Es gibt keinen Ausbildungsweg für den Beruf des Souffleurs, der Quereinstieg ist der Normalfall. Oft sind es ehemalige Schauspieler oder Sänger, die in diesen Beruf hineinrutschen. In jedem Fall sollte man aber vorher am Theater gearbeitet haben, um zu wissen, worauf man sich einlässt. Wer Interesse hat, wendet sich am Besten direkt an ein Theater und erkundigt sich nach den Möglichkeiten, dort einmal reinzuschnuppern.

Tänzer*in

Berufsbild
Das Ballett bildet innerhalb des Theaterbetriebs ein eigenes Ensemble, ähnlich wie Chor und Orchester. In Deutschland wird es zumeist sowohl in Musiktheaterproduktionen als auch in eigenen Ballettabenden eingesetzt. Die Mitarbeit in Oper, Operette, Musical unterscheidet die Ballettsituation hierzulande von Compagnien im Ausland, die nur im Repertoire der eigenen Sparte arbeiten. Manche Häuser gliedern aber auch eine eigene Gruppe für den Operndienst an und stellen den Hauptteil des Ensembles frei für die reine Ballettarbeit. Besonders kleine Bühnen verfügen oftmals über eine nur wenige Mitglieder zählende Truppe, die ausschließlich im Musiktheaterbereich tätig ist.

Voraussetzungen
Die Ausdruckskraft tänzerischer Darbietung hängt weitgehend von einem ausgeprägten musikalischen und rhythmischen Empfinden sowie von der Fähigkeit zu ausdauernder körperlicher Hochleistung ab. Tänzerische Schulung beginnt bei Mädchen am besten im Alter von acht bis zehn, bei Jungen vielleicht etwas später und dauert ungefähr acht bis zehn Jahre. Wenn nach der Grundausbildung an einer (meist privaten) Ballettschule genügend Idealismus, Rhythmusgefühl und musikalisches Gedächtnis sowie eine geeignete Statur und ansprechendes Aussehen feststellbar sind, kann der Schritt in ein professionelles Studium gewagt werden. Dabei ist zu beachten, dass Tanz als Beruf in der Regel höchstens bis zum 35. Lebensjahr ausgeübt werden kann; nur wenige Ausnahmen halten den körperlichen Anforderungen länger stand. Man sollte also frühzeitig überlegen, wie der weitere Lebensweg gestaltet werden soll. Dazu ist eine höhere Schulbildung empfehlenswert, auf deren Basis man etwa ein Zusatzstudium als Lehrer für Bühnentanz einplanen kann.

Ausbildung
Im Gegensatz zu Russland, England oder Frankreich hat sich in Deutschland keine eigene Schule für den klassischen Tanz gebildet, der nach wie vor die Grundlage aller Bühnentanzformen darstellt. Rechtzeitige Information über das Lehrangebot der einzelnen Tanzinstitute ist also angebracht; nicht zuletzt, um den dort gelehrten Stil zu kennen. Nach einer Aufnahmeprüfung wird ein vierjähriges Studium absolviert; mit einer Zwischenprüfung nach zwei Jahren. Unterrichtsfächer sind Klassisches Ballett, Modern Dance, National-(Charakter-) Tanz und Sondergebiete wie z.B. Step-Tanz. Darüber hinaus erfolgt eine theoretische Ausbildung. Damit beträgt die durchschnittliche Arbeitsbelastung 24 Semesterwochenstunden. Anstellungssuchende können sich auf dem öffentlichen Vortanzen der ZAV vorstellen oder sich zu den entsprechenden Vortanzen der einzelnen Theater kostenlos vermitteln lassen. Darüber hinaus kann man natürlich versuchen, direkt Kontakt mit einem Theater aufzunehmen und sollte die Stellenausschreibungen verfolgen.

Theaterpädagogin / Theaterpädagoge

Berufsbild
Theaterpädagogen leiten Menschen jeglichen Alters zum Theatermachen an und ermöglichen Interessenten den aktiven Zugang zur Welt des Theaters. Am Theater vermittelt der Theaterpädagoge zwischen dem Theater und den verschiedenen Bildungseinrichtungen wie Kindergärten, Schulen, Jugendhäusern, Volkshochschulen, Begegnungsstätten oder Rehabilitationszentren. Er berät und betreut Lehrer, Leiter von Arbeits- oder Schultheatergruppen und unterstützt bei der Vor- und Nachbereitung von Theaterstücken im Klassenunterricht. Darüber hinaus leiten Theaterpädagogen häufig auch eigene (z.B. Kinder- und Jugend-) Theatergruppen und betreuen die inzwischen in vielen Theatern eingerichteten Theater-Jugendclubs. Der Theaterpädagoge arbeitet vorzugsweise mit jungen Menschen, aber auch für Erwachsene kann das Theaterspiel eine Möglichkeit sein, die eigene Persönlichkeit zu erweitern. Seine Arbeit kann in spielerischer Form Ängste und Vorurteile abbauen. Gerade im Zuge der PISA-Diskussion hat sich gezeigt, dass die Arbeit des Theaterpädagogen einen wertvollen Beitrag zur ästhetischen Bildung leistet.

Voraussetzungen
Der Beruf des Theaterpädagogen umfasst sowohl künstlerische als auch pädagogische Aspekte. Als Theaterpädagoge sollte man folgende Kompetenzen haben bzw. während der Ausbildung erlernen: Leitungskompetenz, künstlerische, organisatorische, vermittelnde und theoretische Kompetenz. Der Ausbildungsgang zum Beruf des Theaterpädagogen ist (noch) nicht einheitlich geregelt: Theaterpädagogik wird als ein- bis vierjährige Fortbildung oder Ausbildung und seit kurzem auch als grundständiger Studiengang Spiel- und Theaterpädagogik an der FH Osnabrück gelehrt. Es gibt mehrere Ausbildungsstätten, die Theaterpädagogik als eigenständige Berufsausbildung anbieten (vgl. www.butinfo.de).Nach abgeschlossenem Hochschulstudium kann man auch den viersemestrigen Master-Studiengang Theaterpädagogik an der Universität der Künste in Berlin in Betracht ziehen. Daneben gibt es die Ausbildungsmöglichkeit im Fach Darstellendes Spiel als Zusatzqualifikation für Lehrerinnen und Lehrer nach dem Ersten Staatsexamen.

Ausbildung
siehe Voraussetzungen

Universtität für Musik und darstellende Kunst Wien

Anton-von-Webern-Platz 1. 1030 Wien
Fon +43 1 71155
Fax +43 1 71155-199
www.mdw.ac.at

Hochschule für Musik und darstellende Kunst Graz

Leonhardstraße 15
A-8010 Graz
Tel. 0043 316 389 11 03
www.kug.ac.at

Max Reinhardt Seminar

Institut für Schauspiel und Schauspielregie
Universität für Musik und darstellende Kunst Wien
Penzinger Strasse 9, 1140 Wien
Fon + 43 (0)1 / 711 55 – 2801 oder 2802
Fax +43 (1) / 711 55 – 2899
www.maxreinhardtseminar.at

Mozarteum Salzburg

Hochschule für Musik und darstellende Kunst
Alpenstraße 48, A-5020 Salzburg
Tel. 0043 6 62 61 98
www.moz.ac.at

Anton Bruckner Privatuniverstität

des Landes Oberösterreich
Wildbergstr. 18
A-4040 Linz
Tel.: 0043 – 732 – 70 1000 – 0
Fax.: 0043 – 732 – 70 1000 – 30
www.bruckneruni.at

Technik: Theaterwerkstatt

Bühnenhandwerker*in

Berufsbild
Der Bühnenhandwerker – früher auch Bühnenarbeiter genannt – verrichtet alle Arbeiten, die vor, während und nach einer Probe bzw. Aufführung den Auf-, Ab- und Umbau der Bühne betreffen: Möbel müssen aufgestellt, Kulissen weggebracht, Teppiche gelegt werden und vieles mehr. Auch der Haupt- und Zwischenvorhang wird von ihm betätigt. Der Bühnenhandwerker untersteht dem Bühnenmeister, der ihn mit exakt beschriebenen Tätigkeiten beauftragt. Eine Art Sonderstellung nehmen hierbei die Maschinisten, Seitenmeister und Schnürmeister ein. Der Maschinist, der von allen Bühnenhandwerkern am höchsten bezahlt wird, ist für alles zuständig, was von Maschinen bewegt wird: Drehbühnen, Podien, Versenkungen, Eiserner Vorhang. Dabei kümmert er sich sowohl um die Bedienung als auch um die Wartung und Instandsetzung der jeweiligen Maschine. Der Schnürmeister bedient die Obermaschinerie. Diese umfasst alle Dekorationsteile wie Prospekte oder Vorhänge, die mit Zügen und Gegengewichten über der Bühne aufgehängt sind, per Hand oder automatisiert heruntergelassen und festgestellt werden. Ein Seitenmeister bespricht u.a. mit dem Bühnenmeister alle anfallenden Arbeiten, teilt die ihm zugeteilten Bühnenhandwerker ein und organisiert und überwacht die auszuführenden Arbeiten.

Voraussetzungen
Da die Umbauten – insbesondere während einer Aufführung – schnell, reibungslos und exakt verlaufen müssen, sollte der Bühnenhandwerker Zuverlässigkeit und Teamgeist mitbringen. Darüber hinaus sollte er körperlich belastbar sein und hinsichtlich seiner Arbeitszeiten flexibel. Ein Mindestmaß an Interesse für das Theater erleichtert die tägliche Arbeit für alle Beteiligten. Berufe bzw. Tätigkeiten wie Fachkraft für Veranstaltungstechnik oder artverwandte Ausbildungsberufe wie Schlosser, Tischler/Schreiner, Zimmermann oder Seiler sind eine gute Basis für die vielfältigen Tätigkeiten eines Bühnenhandwerkers. Es gibt keine geregelte Ausbildung für den Bühnenhandwerker, sinnvoll ist aber eine Ausbildung zur Fachkraft für Veranstaltungstechnik (vgl. dort). Schnürmeister und Seitenmeister müssen über Berufserfahrung verfügen und Zusatzqualifikationen erwerben.

Ausbildung
siehe Voraussetzungen

Bühnenmaler*in und Bühnenplastiker*in

Berufsbild
Bühnenmaler und Bühnenplastiker sind artverwandte Berufe im Bereich der Ausstattung eines Theaters. Weitere Einsatzgebiete sind insbesondere Film- und Fernsehproduktionen, Messe- und Ausstellungsbau, Werbung sowie Kirchen- und Dekorationsmalerei. Ihre Aufgabe ist es, Bühnenbild-Entwürfe und -Konzeptionen der Bühnenbildner in zeichnerischer, malerischer und plastischer Weise umzusetzen. Für den Bühnenmaler steht das Malen von Dekorationen und Prospekten im Vordergrund, für den Bühnenplastiker die Anfertigung plastischer Arbeiten (Säulen, Figuren, Tiere, Möbel, Reliefs u.a.) mit unterschiedlichen Materialien (Styropor, Ton, Gips, Stein, Kunststoffe u.a.). Die Techniken und Stilrichtungen sind vielfältig, die Motive entstammen den Bereichen Landschaft, Architektur, Porträt, figürliche Malerei, Anatomie, Schriften und Ornamente. Beide arbeiten zunehmend auch mit digitalen Medien.

Die Berufe des Bühnenmalers und Bühnenplastikers können in Österreich derzeit nicht erlernt werden. Die untenstehenden Ausführungen beziehen sich auf die Ausbildung in Deutschland.

Voraussetzungen
Zu den formalen Voraussetzungen gehört die erfolgreiche Absolvierung der allgemeinen Schulpflicht oder ein Abschluss in einem artverwandten Beruf (beispielsweise Bildender Künstler, Holzbildhauer, Maler, Kascheur, Tischler, Schreiner oder Gerüstbauer). Darüber hinaus muss der Bewerber folgende Fertigkeiten mitbringen: Interesse am Theater, künstlerische und handwerklich-technische Begabung, künstlerisches Einfühlungsvermögen, räumliches Seh- und plastisches Vorstellungsvermögen, gute Farbsehtüchtigkeit, Ausdauer, Belastbarkeit und Konzentrationsfähigkeit. Bühnenmaler und -plastiker arbeiten häufig im Stehen oder in gebückter Haltung sowie im Umfeld von Farben und Lösungsmitteln. Der Stütz- und Bewegungsapparat sollte daher nicht beeinträchtigt sein und einschlägige Allergien nicht bestehen.

Ausbildung
Die Ausbildung zum Bühnenmaler/-plastiker dauert drei Jahre und schließt mit einer Prüfung vor der Industrie- und Handelskammer ab. Sie ist bundeseinheitlich geregelt und staatlich anerkannt. In den ersten beiden Ausbildungsjahren lernen Maler und Plastiker gemeinsam, danach erfolgt eine Spezialisierung auf eine Fachrichtung. Neben der betrieblichen Ausbildung erhalten die Auszubildenden Berufsschulunterricht. Die Ausbildung erfolgt vorrangig in den Werkstätten der Theater. Weitere Ausbildungsplätze gibt es bei Fernsehanstalten, Filmproduktionen, in Bildhauer- und Malerateliers sowie in Ausstattungsbetrieben. Wer im Einzelnen ausbildet bzw. zurzeit freie Ausbildungsstellen bereithält muss beim jeweiligen Betrieb direkt erfragt werden. Die Hochschule für Bildende Künste in Dresden bietet überdies das Fachhochschulstudium „Theaterausstattung“ an. Grundsätzlich steht der Beruf des Bühnenmalers/-plastikers, der früher Theatermaler/-plastiker hieß, auch Seiteneinsteigern offen.

Dekorateur*in

Berufsbild
Der Dekorateur am Theater fertigt im Rahmen des Bühnenbaus alle größeren Dekorationsarbeiten an, die in irgendeiner Form mit Stoff zu tun haben: Vorhänge, Prospekte, Segel, Bodenbeläge, Polsterarbeiten usw. Welches Material jeweils verwendet wird, entscheidet der Leiter der Dekorationsabteilung unter Berücksichtigung finanzieller, stilistischer und akustischer Aspekte. Dabei arbeitet er eng mit dem Technischen Direktor und dem Bühnenbildner zusammen, dessen Entwürfe er eigenverantwortlich realisiert. Bevor der Theaterdekorateur mit seiner eigentlichen Arbeit beginnt, prüft er die vorliegenden Entwürfe hinsichtlich der entstehenden Kosten und der benötigten Arbeitsstunden. Sollte sich bei seiner Kalkulation herausstellen, dass das gewünschte Bühnenbild zu teuer oder terminlich nicht realisierbar ist, sucht er mit dem Technischen Direktor und dem Bühnenbildner nach einer befriedigenden Lösung.

Voraussetzungen
Wer als Theaterdekorateur arbeiten möchte, sollte eine Ausbildung als Gestalter für visuelles Marketing oder Raumausstatter absolviert haben. Neben der fachlichen Qualifikation sollte er Interesse an der Verwirklichung künstlerischer Ideen mitbringen sowie ein hohes Maß an Flexibilität, um dem Termindruck in einem Theaterbetrieb gelassen zu begegnen. Hinzu kommt ein ausgeprägtes Stilempfinden, um auch Bühnenbilder vergangener Epochen detailgetreu realisieren zu können.

Ausbildung
Die handwerkliche Ausbildung zum Gestalter für visuelles Marketing oder Raumausstatter dauert in der Regel drei Jahre. Detaillierte Auskünfte über Inhalt, Verlauf und Voraussetzungen der Ausbildung erteilt das Arbeitsamt.

Fundusverwalter*in

Berufsbild
Im Theater werden über die Jahre zahllose Kostüme angefertigt und angeschafft, dazu gesellen sich Accessoires wie Schuhe, Hüte, Handschuhe, Schals etc. In größeren Häusern reihen sich nicht selten mehrere tausend Meter Kostüme auf einer Kleiderstange aneinander; ein solches Magazin kann ohne Verwaltung (handschriftlich oder digital) nicht existieren. An kleineren Häusern, in denen ein Kostümmagazin überschaubar ist, sind meistens die Gewandmeister mit der Pflege des Kostümmagazins betraut. Ab einer mittleren Theatergröße übernimmt ein Fundusverwalter (Kostümmagazinverwalter) die Pflege, an größeren Häusern sogar mehrere. Sie sorgen für die Sortierung nach Damen-, und Herrenkleidung, Epoche, Material, Farbe und manchmal sogar nach Größen, damit ein leichter Zugriff auf die Kostüme erfolgen kann. Sehr oft werden Funduskostüme wieder in neuen Produktionen verwendet. Deshalb wird der Fundusverwalter während der Produktionsvorbereitung zu einem wichtigen Partner für den Kostümbildner.

Voraussetzungen
Der Beruf des Fundusverwalters ist ein Quereinsteigerberuf, von Vorteil ist eine textile Ausbildung. Organisationstalent, ein starker Ordnungswille, die Liebe zum Kostüm, Theaterbegeisterung, handwerkliches Geschick und großes Wissen in Kostüm- und Kunstgeschichte sind die Grundlagen für eine Befähigung zum Fundusverwalter. Dazu sollte eine gute körperliche Konstitution kommen, denn oft sind schwere Kostümrollständer zu transportieren oder müssen schwere Kostüme eingehangen werden. Ein Fundusverwalter ist ein Allrounder, der schnell einen Knopf annäht, sich gut mit Kleiderschädlingen auskennt und manchmal einen 7,5 t-Laster mit Kostümen durch die Gegend fährt. Der Beruf des Fundusverwalters ist also sehr anspruchsvoll, dies wird oft verkannt.

Ausbildung
siehe Voraussetzungen

Kostümbildner*in

Berufsbild
In Abstimmung mit dem Bühnenbildner, Regisseur, Dramaturgen und Maskenbildner entwirft der Kostümbildner die Kostüme und zumeist auch die Masken, die für eine Inszenierung benötigt werden. In der Fertigstellung arbeitet er eng mit dem Gewandmeister zusammen, der die Entwürfe praktisch umsetzen muss. In kleineren Häusern ist der fest angestellte Kostümbildner häufig auch der Leiter der Kostümabteilung bzw. manchmal in Personalunion als Gewandmeister tätig. Der Beruf des Kostümbildners wird also sowohl im Angestelltenverhältnis als auch freiberuflich ausgeübt, wobei die freiberufliche Variante stark überwiegt. Da die freiberuflichen Kostümbildner oft produktionsbezogen beschäftigt werden, sind an fast allen Theatern Kostümbildassistenten tätig, die als Festangestellte des Hauses mit den entsprechenden Kenntnissen der internen Gegebenheiten zwischen dem freiberuflichen Kostümbildner und dem Theater vermitteln.

Voraussetzungen
Die wichtigste Voraussetzung für den sehr kreativen Beruf des Kostümbildners ist eine reiche Fantasie. Der Kostümbildner muss in der Lage sein, aufgrund eines Textes und den Ideen des Regisseurs Kostüme zu entwerfen, die sich harmonisch in das gesamte Umfeld einer Inszenierung einpassen. Farbe, Form und Stoff müssen zum Text, zur Inszenierungsidee, zum Bühnenbild und nicht zuletzt zum Körperbau des Darstellers passen. Der Kostümbildner muss sich sowohl in abstrakte als auch in realistische oder fantastische Szenarien hineinversetzen können. Seine Ideen sollte er anschaulich zeichnerisch darstellen können, damit sich alle am Produktionsprozess Beteiligten ein Bild davon machen können. Dabei sollte der Kostümbildner über ein ausgeprägtes Wissen in Kulturgeschichte und in Stil- und Materialkunde verfügen. Auch einschlägige handwerkliche Fähigkeiten sind von Vorteil.

Ausbildung
In der Regel erfolgt die Ausbildung zum Kostümbildner über ein Studium in einer Fachklasse für Bühnen- und Kostümbildner oder in einer solchen für Kostümgestalter und dauert 4-5 Jahre. Inhalte sind beispielsweise Kostüm- und Schnittkunde, Dramaturgie und Training der Fähigkeiten zur visuellen Wahrnehmung. Die Namen der Theater und Firmen, die zum Schneidergesellen ausbilden, können u.a. bei der Schneiderinnung erfragt werden.

Kostümdirektor*in

Berufsbild
Der Kostümdirektor (manchmal auch Leiter der Kostümabteilung) ist für die Erstellung und Organisation der Kostüme, der dazugehörigen Accessoires und nicht selten auch für das Maskenbild (vgl. dort) in einem Theater zuständig. Er teilt die Arbeit ein, koordiniert Abläufe und ist verantwortlich für die Umsetzung des Kostümbildes. Ihm unterstehen die Kostümassistenten, die einzelnen Werkstätten der Kostümabteilung, in größeren Häusern auch die Maskenabteilung, sowie die Garderobenabteilung und das Kostümmagazin. Der Kostümdirektor arbeitet eng mit dem Intendanten und dem Disponenten zusammen, denn die Fertigungsabläufe der einzelnen Produktionen müssen zeitlich gut aufeinander abgestimmt werden, damit keine Engpässe entstehen. Der Kostümdirektor ist auch für die langfristige Werkstattplanung zuständig. Damit verknüpft ist die Kalkulation, Aufstellung und Kontrolle des Finanzplans der Abteilung wie auch der einzelnen Budgets der Produktionen. Bei Bedarf werden Fremdwerkstätten in die Arbeit eingebunden.

Voraussetzungen
Für die Tätigkeit des Kostümdirektors ist die handwerkliche Ausbildung zum Gewandmeister oder Schneidermeister der gängige Weg. An kleineren Häusern schneidet der Kostümdirektor (Leiter der Kostümabteilung) bei Engpässen oft auch zu, somit ist die Ausbildung dort nicht selten sogar Bedingung. Allerdings eröffnet auch ein Studium zum Kostümbildner die Möglichkeit, die Position eines Kostümdirektors zu übernehmen. Dieser Werdegang ist allerdings eher an großen Häusern zu finden, wo der Kostümdirektors eher administrative und künstlerische und weniger produzierende Aufgaben wahrnimmt. Da in Kostümabteilungen oft mehrere Produktionen gleichzeitig hergestellt werden müssen und der Umgang mit vielen Menschen zum Alltag gehört, sind Organisationstalent, hohe Belastbarkeit, außerordentliche Begabung zur Menschenführung und große Selbstsicherheit für die Position des Kostümdirektors Voraussetzungen.

Ausbildung
Eine direkte Ausbildung zum Kostümdirektor gibt es nicht. Wie oben erläutert, ist der Gewandmeister/Schneidermeister der gängige Weg. Oft sind auch Kostümbildner in der Position des Kostümdirektors anzutreffen.

Kostümfärber*in

Berufsbild
Farben schaffen Atmosphären auf der Bühne, Farben können aber auch im Kostüm Personen und Rollen in hervorragender Weise charakterisieren. Der Kostümfärber (Kostümmaler) ist ein Beruf, der am Theater mehr von der handwerklichen als von der industriellen Seite betrachtet werden muss. Ein Kostümfärber sollte ein besonderes Gefühl für Farben und die Geduld mitbringen, punktgenau nach Farbmuster Stoffe oder Schuhe zu färben oder zu bemalen. Kleinste Abweichungen vom vorgegebenen Muster in der Farbe können eine Farbe im Bühnenlicht vollkommen anders erscheinen lassen als vorgesehen. Ein guter Färber muss dies bereits im Vorfeld bemerken. Die Stoffe sind oft empfindlich oder sehr kostbar und vertragen kein häufiges Färben und Entfärben. Nicht selten müssen Druckschablonen für Stoffdrucke erstellt oder Stoffe freihändig nach Vorlage bemalt werden, auch mit Air-Brush werden sehr häufig textile Materialien bearbeitet. Zu den Arbeiten gehören auch das kunstvolle „Verdrecken“ und künstliche „Altern“ von Kostümen, Accessoires und Kopfbedeckungen sowie von Schuhen und Stiefeln.

Voraussetzungen
Der Kostümfärber ist ein Quereinsteigerberuf, es gibt keine gesonderte Ausbildung. Bis vor einiger Zeit wurde in der Ausbildung zum Textilreinigungsfacharbeiter (mittlerweile lautet die Bezeichnung Textilreiniger) auch das Färben von Stoffen vermittelt, heute wird dieser Bereich nicht mehr mit ausgebildet. Gutes bildnerisches Verständnis und ein überdurchschnittliches Talent zum Malen und Zeichnen sind für die Tätigkeit in diesem Beruf Grundvoraussetzung. Einsteiger in diesen Beruf haben häufig ein Kunststudium, z.T. im Bereich Grafik oder Lehramt, absolviert. Auch Berufe aus dem handwerklichen Bereich sind nicht selten eine Grundlage.

Ausbildung
siehe Voraussetzungen

Kunstgewerbler*in

Berufsbild
Fantasie, handwerkliche Vielfalt, Ideenreichtum und viel, viel Handarbeit sind die Hauptbestandteile die sich im Kunstgewerbe verbinden. Dort werden Kostüme bestickt, mit kleinen Motiven bedruckt und verziert und Schmuck hergestellt. Dazu werden unzählige, auch untypische, Materialien verwendet. Das beginnt mit Federn, Perlen und Steinen, es wird mit Spitzen und mit gefilzter Wolle gearbeitet, manchmal werden aber auch Joghurtbecher, Plastikfolie oder Drahtreifen verarbeitet. Handwerklich wird man im Kunstgewerbe mit jeder Art von textilen Handarbeiten konfrontiert, so z.B. nähen, stricken, häkeln, filzen, sticken, aber auch mit Randgebieten wie weben, klöppeln, drucken und bemalen. Nicht selten sind das Kunstgewerbe und die Kostümfärberei/-malerei in einer Abteilung zusammengefasst. Nur die größeren Theater haben spezielle Mitarbeiter für den Bereich des Kunstgewerbes. In kleineren Häusern wird dieser Bereich von den Schneidern, Assistenten und Hospitanten, manchmal auch von den Kostümbildnern übernommen.

Voraussetzungen
Mitarbeiter im Kunstgewerbe müssen sich mit historischen Kostümen genauso gut auskennen wie im modernen Kostümdesign, sollten also insgesamt ein ausgeprägtes Interesse für Kunst- und Designgeschichte mitbringen. Eine eigene Ausbildung zum Kunstgewerbler gibt es heute nicht mehr. In Dresden existiert der Studiengang Kostümgestaltung (vgl. Kostümbildner), in dem viele Bereiche, die das Kunstgewerbe betreffen, noch unterrichtet und vermittelt werden. Die wichtigste Voraussetzung für diesen Beruf ist der Wille und das Geschick, sich in viele verschiedene Handarbeitstechniken einzuarbeiten. Ein textiler Beruf sollte aber gelernt worden sein, auch artverwandte Berufe, wie z.B. Goldschmied etc. können einem die Möglichkeit eröffnen, in diesem Bereich tätig zu werden.

Ausbildung
siehe Voraussetzungen

Maßschneider*in

Berufsbild
Der Maßschneider Fachrichtung Herren oder Damen fertigt unter Anleitung des Gewandmeisters die Kostüme an, die vom Kostümbildner für eine Inszenierung entworfen werden. Ein Maßschneider muss in besonderem Maße auch historische Bekleidung, Unterkleidung, Corsagen, Ballettkleidung, Fantasie- und Tierkostüme verschiedenster Stilrichtungen anfertigen können. Wenn ein Schneider im Abenddienst eingesetzt wird, dann hilft er als Ankleider dem Darsteller beim An- und Umkleiden und führt kleinere Reparaturen und Änderungen durch. Darüber hinaus ist ein Schneider im Abenddienst mit der Verwaltung und der Instandhaltung der Repertoirekostüme betraut.

Voraussetzungen
Wer den Beruf des Maßschneiders Fachrichtung Herren oder Damen erlernen möchte, sollte großes handwerkliches Geschick, Geduld und eine ausgeprägte Lernbereitschaft mitbringen, um sich immer wieder auf unbekannte und ungewöhnliche Entwürfe und Materialvorstellungen seitens des Kostümbildners einstellen zu können.

Ausbildung
Um in einem Theateratelier tätig zu werden, benötigt man in der Regel eine Ausbildung zum Maßschneider Fachrichtung Herren oder Damen. Ausbildungsplätze sind sowohl am Theater als auch im Handwerk nur in begrenztem Umfang vorhanden. Die Namen der Betriebe und Theater, die zum Schneidergesellen ausbilden, können u. a. bei der zuständigen Schneiderinnung erfragt werden. Wer sich in besonderem Maße nach Abschluss seiner Lehre im Handwerk auf den Theaterbereich vorbereiten möchte, kann seine Kenntnisse durch eine einjährige Fortbildung an der Zürcher modeco vervollkommnen.

Modist*in

Berufsbild
Den Beruf des Modisten findet man zumeist nur an großen Bühnen. Der Modist (Hutmacher) ist ein eher seltener Ausbildungsberuf obwohl ein gewisser Trend, Kopfbedeckung zu tragen, festzustellen ist. Bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts gab es zahlreiche Modisten, noch bis in die 60er-Jahre ging schließlich kaum jemand ohne Hut vor die Tür.

Voraussetzungen
Um an einem Theater tätig zu werden, sollte man über eine besondere künstlerische Kreativität verfügen und ein gutes Auge für Farben und Formen besitzen. Für diesen Beruf benötigt man ein Interesse an Mode und Modetrends. Außerdem sollte ein gewisses zeichnerisches Können und handwerkliches Geschick vorhanden sein. Für die Anfertigung von und die Arbeit nach Zeichnungen benötigt der Modist ein räumliches Vorstellungsvermögen. Zudem sollte man, wie bei fast allen Berufen in den Kostümwerkstätten, über ein gutes Wissen in Kostüm-, Mode-, und Kunstgeschichte verfügen.

Ausbildung
Der Modist ist ein anerkannter Ausbildungsberuf nach dem Berufsbildungsgesetz. Die Ausbildung dauert drei Jahre und wird nach dem dualen Ausbildungssystem vollzogen, d.h. parallel in der Berufsschule und im Betrieb. Während der Ausbildung beschäftigt man sich mit Inhalten wie Modellentwurf, Anfertigung von Schnittmustern für Hüte und Mützen und textiler Warenkunde. Viele Modisten machen sich selbstständig, nachdem sie den Meistertitel erworben haben. Dies ist oft erst nach der Gesellenprüfung und zwei Jahren Berufserfahrung möglich.

Requisiteur*in

Berufsbild
Der Beruf des Requisiteurs gehört zu den ältesten Theaterberufen im Bereich der Ausstattung. Der Requisiteur arbeitet in enger Abstimmung mit dem Produktions- und Ausstattungsleiter (Bühnenbildner). Er erstellt anhand des Textbuchs eine Requisitenliste, die alle für die Aufführung benötigten Gegenstände enthält, die nicht direkter Bestandteil der Dekoration oder des Kostüms sind (Stöcke, Blumen, Lampen, Schirme usw.). Er inventarisiert, magaziniert und lagert die Requisiten für eine Inszenierung. Der Requisiteur beschafft die Requisiten entweder aus dem Theatermagazin oder kauft und entleiht sie. Er muss in der Lage sein, in gewissem Umfang Requisiten und Spezialeffekte zu erfinden und selbst herzustellen. Außerdem ist er für Pflege, Instandhaltung und Reparatur der Requisiten verantwortlich sowie für die Kalkulation und die Aufzeichnung anfallender Kosten. Während der Aufführung übergibt der Requisiteur die benötigten Requisiten vor dem Auftritt dem Schauspieler oder platziert sie vor der Aufführung auf der Bühne. Hinterher sammelt er sie wieder ein und trägt dafür Sorge, dass am Ende keine Requisiten fehlen.

Voraussetzungen
Requisiteure benötigen handwerkliches Geschick, künstlerisches Einfühlungsvermögen, Verhandlungs- und Organisationsgeschick, Teamfähigkeit, Zuverlässigkeit, eine breite Allgemeinbildung, Fantasie und Kreativität. Wer sich bei der Industrie- und Handelskammer zur Weiterbildungsprüfung zum staatlich anerkannten Abschluss „Geprüfter Requisiteur“ anmelden möchte, muss wenigstens eine der folgenden Voraussetzungen erfüllen:

Ausbildung
Die Ausbildung für Requisiteure ist nicht formal geregelt. Sie erfolgt in der Regel durch ein learning-by-doing auf Grundlage eines bereits erlernten artverwandten Berufes. Diese Praxisphase sollte zwei Jahre dauern, um das Arbeitsgebiet umfassend kennenzulernen und die Fertigkeiten zu erwerben, die im Rahmenstoffplan der IHK genannt werden. Die Europäische Medien- und Event-Akademie in Baden-Baden bietet überdies einschlägige Lehrgänge an, die das in der Praxis erworbene Wissen ergänzen. Ausbildungsbetriebe sind in der Regel die Theater, aber auch Film- und Fernsehproduktionen oder selbstständige Ausstattungs- und Requisitenfundus-Unternehmen. Ob ein Betrieb Requisiteure ausbildet, muss direkt vor Ort erfragt werden.

Rüstmeister*in

Berufsbild
Neben Rüstungen, Helmen und Brünnen aller Art stellt der Rüstmeister Waffen oder Masken aus Metall in allen möglichen Varianten her. Auch besonderer Metallschmuck oder Kronen entstehen in der Werkstatt. Die Mitarbeiter bauen ebenfalls die Metallkonstruktionen für Reifröcke und Krinolinen, die von den Damenschneidern für Unterbauten für Barock-, Rokoko- und Fantasiekostüme benötigt werden. Nicht zuletzt werden auch feine Metallkonstruktionen für Kopfbedeckungen – vom einfachen Kränzchen über das Diadem bis zum großen Revueaufputz – gefertigt. Viele Kostüme, in denen man kein Metall vermutet, wären ohne Metallgrundgerüst nicht denkbar. Auch für alles was auf der Bühne knallt, raucht, brennt oder blitzt, also für die so genannte Pyrotechnik, ist der Rüstmeister häufig zuständig. An kleineren Häusern sind mit den speziellen Aufgaben der Rüstmeister meist der Requisiteur oder der Bühnentechniker betraut.

Voraussetzungen
Der Beruf des Rüstmeisters wird nicht ausgebildet. Oft wird diese Tätigkeit von Mitarbeitern ausgeübt, die einen Metallberuf erlernt haben und besonderes Interesse an Waffen- und Rüstungskunde sowie an Kunst- und Kostümgeschichte mitbringen. Auch der Beruf des Requisiteurs kann eine Grundlage sein (vgl. dort). Es ist unabdingbar, in der Rüstmeisterei und Pyrotechnik mit Chemikalien und Platzmunition zu arbeiten; dies setzt eine große Zuverlässigkeit und Ernsthaftigkeit in der Ausübung dieses Berufes voraus, da die Sicherheit vieler Menschen davon abhängen kann. Der Beruf des Waffen- oder Büchsenmachers wird auch heute noch ausgebildet. Diesen Beruf trifft man, obwohl eine große Parallele zum Rüstmeister besteht, aber eher selten am Theater an.

Ausbildung
siehe Voraussetzung

Schlosser*in

Berufsbild
Der Theaterschlosser fertigt alle Metallkonstruktionen an, die für ein Bühnenbild benötigt werden. Die Palette reicht dabei von kleineren Winkeln bis hin zu Konstruktionen für einen Bühnenvorbau oder fahrbaren Aufbauten mit mechanischen Momenten. Der Theaterschlosser bzw. der Vorstand der Schlosserei erhält vom Technischen Direktor oder direkt vom Bühnenbildner Angaben über genaue Maße und die geplante Außenansicht. Häufig ist auch ein Werkstättenleiter zwischengeschaltet, der die verschiedenen Gewerke des Theaters koordiniert. Die technische Umsetzung erfolgt dann eigenverantwortlich, wobei ein enger Kontakt zum Bühnenbildner sinnvoll ist. Bevor der Theaterschlosser mit seiner eigentlichen Arbeit beginnt, prüft er die vorliegenden Entwürfe hinsichtlich der entstehenden Kosten und der benötigten Arbeitsstunden. Sollte sich bei seiner Kalkulation herausstellen, dass das gewünschte Bühnenbild zu teuer oder terminlich nicht realisierbar ist, sucht er mit dem Technischen Direktor und dem Bühnenbildner nach einer befriedigenden Lösung.

Voraussetzungen
Neben der fachlichen Qualifikation sollte der Theaterschlosser Interesse an der Verwirklichung künstlerischer Ideen mitbringen sowie ein hohes Maß an Flexibilität, um dem Termindruck in einem Theaterbetrieb gelassen zu begegnen. Wer als Leiter der Theaterschlosserei arbeiten möchte, sollte mindestens den Gesellenbrief als Metallbauer besitzen.

Ausbildung
Der Beruf des Schlossers existiert in seiner ursprünglichen Form nicht mehr, das Gewerk ist aber aus dem Theater nicht wegzudenken. Wer in dieser Richtung arbeiten möchte, lernt sein Handwerk in einem von mehreren möglichen Berufen im Bereich Metallbau und Konstruktionsmechanik. Die handwerkliche Ausbildung zum Metallbauer dauert in der Regel dreieinhalb Jahre. Im Verlauf der Ausbildung erfolgt eine Spezialisierung nach Schwerpunkten oder Fachrichtungen. Detaillierte Auskünfte über Inhalt, Verlauf und Voraussetzungen der Ausbildung erteilt das Arbeitsamt.

Tischler*in

Berufsbild
Der Tischler fertigt alle größeren Holzkonstruktionen an, die für ein Bühnenbild benötigt werden: Podien, Treppen, Tore, Brücken usw. Welches Material jeweils verwendet wird, entscheidet der Leiter der Theaterschreinerei unter Berücksichtigung finanzieller, stilistischer und akustischer Aspekte. Dabei arbeitet er eng mit dem Technischen Direktor und dem Bühnenbildner zusammen, dessen Entwürfe er eigenverantwortlich realisiert. Bevor der Schreiner mit seiner eigentlichen Arbeit beginnt, prüft er die vorliegenden Entwürfe hinsichtlich der entstehenden Kosten und der benötigten Arbeitsstunden. Sollte sich bei seiner Kalkulation herausstellen, dass das gewünschte Bühnenbild zu teuer oder terminlich nicht realisierbar ist, sucht er mit dem Technischen Direktor und dem Bühnenbildner nach einer befriedigenden Lösung. Häufig ist auch ein Werkstättenleiter zwischengeschaltet, der die verschiedenen Gewerke des Theaters koordiniert.

Voraussetzungen
Neben der fachlichen Qualifikation sollte ein Theaterschreiner Interesse an der Verwirklichung künstlerischer Ideen mitbringen sowie ein hohes Maß an Flexibilität, um dem Termindruck in einem Theaterbetrieb gelassen zu begegnen. Hinzu kommt ein ausgeprägtes Stilempfinden, um auch Bühnenbilder vergangener Epochen detailgetreu realisieren zu können. Wer als Leiter der Theaterschreinerei arbeiten möchte, sollte die Meisterprüfung als Tischler abgelegt haben.

Ausbildung
Die handwerkliche Ausbildung zum Tischler dauert in der Regel drei Jahre. Detaillierte Auskünfte über Inhalt, Verlauf und Voraussetzungen der Ausbildung erteilt das Arbeitsamt.

Schuhmacher*in

Berufsbild
Wenn der Schuh drückt, kann man nicht gut singen, spielen und tanzen. Das gilt in besonderem Maße am Theater. Gute und passgenaue Schuhe runden ein Kostüm häufig erst ab und verhelfen zu einem gelungenen Auftritt. Viele große Theater beschäftigen noch Schuhmacher, allerdings muss angemerkt werden, dass die Zahl abnimmt. Durch die Hände der Schuhmacher am Theater wandern alle Arten von historischen und modernen Schuhen, so z.B. besonders hohe Schuhe (Koturne), Schuhe, die eine Behinderung (Klumpfuß) vortäuschen, Reitstiefel, Damenschuhe in Herrengrößen, feine Pumps, Knöpfstiefel etc. Ein eigenes Betätigungsfeld macht die Neuanfertigung von Ballettstiefeln aus, die an manchen Häusern besonders für das klassische Ballett benötigt werden. Zum Tagesgeschäft gehören aber auch unzählige Reparaturen. Stehen Umbesetzungen an, müssen Schuhe neu angefertigt oder verändert werden und dies häufig in sehr kurzer Zeit. Oft gehört zum Arbeitsfeld des Schuhmachers auch die Pflege des Schuhfundus und das Einrichten (Bereitstellen) der Schuhe am Abend in den Garderoben.

Voraussetzungen
Ein Schuhmacher am Theater sollte unter anderem über handwerkliches Geschick, Interesse an Kostüm- und Kunstgeschichte und Teamgeist verfügen. Der Schuhmacherberuf ist ein Ausbildungsberuf, wenn auch die Ausbildung im Orthopädieschuhhandwerk inzwischen überwiegen dürfte. Die Ausbildung dauert drei Jahre. Vermittelt werden in dieser Zeit die Bearbeitung unterschiedlicher Materialien, aber auch Grundkenntnisse der Anatomie des Menschen, insbesondere des Fußes. Die Ausbildung im Orthopädiebereich ist für das Arbeiten an einem Theater ebenfalls eine hervorragende Grundlage.

Ausbildung
siehe Voraussetzungen

Universität für Künstlerische und Industrielle Gestaltung

Hauptplatz 8, Postfach 6, A-4010 Linz
Fon +43 (0) 732 7898 0
Fax + 43 (0) 732 783508
www.ufg.ac.at
www.khs-linz.ac.at

Höhere Bundeslehranstalt für Mode- und Bekleidungstechnik

Michelbeuergasse 6-12, A-1090 Wien
Fon +43 (0)1 405 04 16 – 0
www.hlba9.at

Hochschule für Musik und darstellende Kunst Graz

Leonhardstraße 15, A-8010 Graz
Fon +43 (0)316 389 11 03
www.kug.ac.at

Kunst und Mode HBLA Wien

Herbststrasse, A-1160 Wien
Fon. +43 (0)1 492 09 68

Mozarteum Salzburg

Hochschule für Musik und darstellende Kunst
Alpenstraße 48, A-5020 Salzburg
Fon +43 (0)662 61 98
www.moz.ac.at

Modeschule Graz HBLA, Fachschule und Kolleg für Mode

Ortweinplatz 1, A-8010 Graz
Fon. +43 (0)50 248 076
www.modeschule.at

 

 

Technik: Bühnentechnik

Beleuchter*in

Berufsbild
Der Beleuchter ist für die technische Bedienung und Wartung aller lichttechnischen Anlagen im Bühnen- und Zuschauerraum zuständig. Er arbeitet eng mit dem Beleuchtungsmeister und gegebenenfalls mit dem Lichtgestalter zusammen (vgl. Meister für Veranstaltungstechnik), denen er in fachlicher Hinsicht unterstellt ist. Zudem gibt es am Theater Einsatzmöglichkeiten als Elektriker, auch wenn es diesen als eigentliches Berufsbild nicht mehr gibt. Leitungen müssen gelegt, schwere Rampen bewegt, akustische und visuelle Signale übermittelt werden. Stark- und Schwachstromanlagen werden geplant und berechnet, komplizierte Anlagen gewartet und repariert.

Voraussetzungen
Im Grundsatz gelten für den Beleuchter die gleichen Voraussetzungen wie für den Beleuchtungsmeister (vgl. Meister für Veranstaltungstechnik). Neben der Beherrschung einschlägiger Fachkenntnisse sollte ein Beleuchter oder jemand, der im elektrotechnischen Bereich arbeitet, vor allem Eigenschaften wie Teamgeist und Kreativität mitbringen, um Wege zu finden, die künstlerischen Vorstellungen des Regisseurs oder Bühnenbildners technisch umzusetzen.

Ausbildung
Beim Beleuchter handelt es sich um keinen staatlich anerkannten Ausbildungsberuf. Sinnvoll ist aber eine Ausbildung zur Fachkraft für Veranstaltungstechnik (vgl. dort). Es ist auch möglich, sich die notwendigen Fertigkeiten im Rahmen einer Mitarbeit in einem Theater nach dem Prinzip „learning by doing“ anzueignen. Im Bereich Elektrizität gibt es verschiedene Ausbildungsberufe (z.B. Elektroniker mit den Fachbereichen Energie, Industrie oder Kommunikation, Elektroniker für Maschinen und Antriebstechnik) sowie den Studiengang Elektrotechnik. Welche Ausbildungsrichtung für die Arbeit in einem Theater schließlich benötigt wird, ist unterschiedlich und im Einzelfall am jeweiligen Theater zu erfragen. Auskünfte über die einzelnen Fachrichtungen sowie über mögliche Ausbildungsbetriebe gibt das Arbeitsamt.

Fachkraft für Veranstaltungstechnik

Berufsbild
Der Veranstaltungstechniker arbeitet in der technischen Abteilung eines Theaters und kümmert sich dort um die technischen Aspekte auf der Bühne. Weitere Arbeitsgebiete sind Film- und Fernsehproduktionen, Mehrzweckhallen, Kongress-Zentren sowie Messebau- und Veranstaltungs-Unternehmen. Dieser noch junge Beruf bündelt im Wesentlichen die Tätigkeiten von Bühnentechnikern, Beleuchtern und Tontechnikern (vgl. dort). Er wurde ins Leben gerufen, um den Erfordernissen moderner technischer Anlagen, wie sie heute bei Veranstaltungen üblich sind, Rechnung zu tragen. Im Theater können Fachkräfte für Veranstaltungstechnik – je nach Ausbildung – in allen Bereichen der Technik eingesetzt werden.

Voraussetzungen
Wer als Veranstaltungstechniker am Theater arbeiten möchte, sollte technisches Interesse besitzen und die Bereitschaft mitbringen, sich mit den spezifischen Gegebenheiten eines künstlerischen Betriebs auseinanderzusetzen. Er muss sich den künstlerischen Ideen und Entwürfen von Regisseuren und Bühnenbildnern aufgeschlossen zeigen und mit ihnen gemeinsam nach der besten Lösung suchen, ohne dabei die technischen und finanziellen Grenzen aus den Augen zu verlieren. Folgende Fertigkeiten sind vonnöten: Technisches Verständnis, handwerkliches Geschick, Kreativität bei der Lösung technisch-künstlerischer Problemstellungen, Teamfähigkeit, Zuverlässigkeit, Verantwortungsbewusstsein, zeitliche Flexibilität und Belastbarkeit. In vielen Bereichen erleichtern Computer- und Englischkenntnisse die Arbeit. Für die staatlich anerkannte Ausbildung zur Fachkraft für Veranstaltungstechnik benötigt man einen Hauptschulabschluss.

Ausbildung
Die Ausbildung zur Fachkraft für Veranstaltungstechnik ist mit einer Lehrzeit von dreieinhalb Jahren eingerichtet. Die Berufsausbildung umfasst laut Veranstaltungstechnik- Ausbildungsordnung
– Veranstaltungstechnische Abläufe unter Berücksichtigung wirtschaftlicher Grundsätze ,
-. Infrastruktur und Sicherheit von Veranstaltungsstätten abschätzen und beurteilen,
-. Proben und Vorstellungen in Zusammenarbeit mit allen beteiligten Arbeitsgruppen (Teamarbeit)
-. Aufbauten bei Veranstaltungen und auf Bühnen aufstellen, montieren und abbauen,
-. Dekorationen aufbauen, abbauen, Instandhalten und lagern,
-. Bühnen- und szenentechnische Einrichtungen bedienen,
-. Energieversorgung organisieren, bereitstellen und prüfen,
-. Beleuchtungs- und Projektionseinrichtungen aufbauen, einrichten und bedienen,
-. Beschallungseinrichtungen aufbauen, einrichten und bedienen,
-. Spezialeffekte durchführen,
-. Bild, Ton und Daten aufnehmen und übertragen,
-. Einschlägige technische Regelwerke sowie alle für Veranstaltungen relevanten rechtlichen und sicherheitstechnischen Bestimmungen anwenden.
Die Lehrabschlussprüfung gliedert sich in eine theoretische und in eine praktische Prüfung.

Inspizient*in

Berufsbild
Der Inspizient ist als Bindeglied zwischen Kunst und Technik für den organisatorischen Ablauf einer Vorstellung verantwortlich. Er ist eine Hilfskraft des Regisseurs und hat zur Erfüllung seiner Aufgabe gegenüber den Bühnenmitgliedern den Status eines Vorstands.

Voraussetzungen
Trotz der großen Bedeutung dieser Position für den erfolgreichen Verlauf einer Vorstellung gibt es keinen eigenen Ausbildungsgang für Inspizienten. Fast ausschließlich kommen sie als ehemalige Sänger, Tänzer oder Schauspieler aus dem Betrieb selbst, womit sie die Anforderungen wie Notenlesen und Kenntnis des Bühnenbetriebes erfüllen. Der Inspizient bedarf vor allem einer gewissen Gelassenheit, um sicher und konzentriert auf unvorhergesehene Zwischenfälle während einer Aufführung reagieren zu können. Er sollte außerdem kommunikativ sein und gut mit Menschen umgehen können, benötigt aber auch Durchsetzungsstärke.

Ausbildung
siehe Voraussetzungen

(Werk-)Meister*in für Veranstaltungstechnik

Berufsbild
Die MeisterInnen sind besonders befähigt, in der Theater- und Veranstaltungstechnik die Funktion einer technischen Führungskraft auszuüben und Aufgaben in der technischen Planung bis zur Durchführung von Veranstaltungen zu übernehmen. Sie sind in der Lage sich jene Kompetenzen selber anzueignen, die in der Ausübung dieser Funktion erforderlich sind und wirken in den Bereichen technisches Veranstaltungsmanagement, Technische Leitung, Produktionsleitung, Projektleitung, Beleuchtungsmeister/-in, Bühnenmeister/-in, Veranstaltungskoordinator, Lichttechnik, Tontechnik, Multimediatechnik und Bühnentechnik. Im Mittelpunkt stehen umfassende Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten in Elektrotechnik, Digitaltechnik, Leistungselektronik, elektrische Messtechnik, Multimediatechnik, Lichttechnik, Tontechnik, Videotechnik, Bühnentechnik und Rigging.

Voraussetzungen
Zugangsvoraussetzungen zur Ausbildung
-eine positiv abgeschlossene einschlägige Lehrabschlussprüfung,
– oder eine positiv abgeschlossene einschlägige Fachschule,
– oder Personen mit artverwandten Lehrabschlüssen (unter artverwandter Lehrabschlussprüfung sind zu verstehen: Elektronik- Modullehrberufe, Elektrotechnik-Modullehrberufe, Metalltechnik Modullehrberufe) mit mindestens 4-jähriger einschlägiger Praxis,
– oder HTL-Matura.

Ausbildung
Das Ausbildungsprogramm entspricht lt. Schulorganisationsgesetz dem Lehrplan der Werk- Meisterschule für Berufstätige für Veranstaltungs- und Eventtechnik und vermittelt in zwei Jahren
Fähigkeiten
– als Führungskräfte in den einschlägigen Bereichen zu wirken
– Aufgaben in der Planung, Organisation und Kontrolle selbstständig bewältigen zu können
-Lehrlinge auszubilden und Mitarbeiter im Sinne moderner Managementmethoden führen und fördern können
– Kostenbewusstsein entwickeln und zeitgemäße Maßnahmen des Umweltschutzes sowie der Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz kennen
– selbstständiges Weiterbilden im Fachgebiet und erworbenes Wissen ständig zu aktualisieren
– kommunikativ und sozial berufliche Situationen bewältigen zu können

Kenntnisse in
– Kommunikation und Schriftverkehr
– Angewandter Mathematik und Informatik
– Naturwissenschaftlichen Grundlagen
– Grundlagen der Elektrotechnik und Elektronik
– Englisch
– Rechtliche Grundlagen, Normen, Richtlinien
– Elektrische Anlagen und Betriebsmittel
– Multimediatechnik, Lichttechnik, Tontechnik, Videotechnik sowie Bühnentechnik, Festigkeitslehre und Statik

Technische Direktor*in

Berufsbild
Der Technische Direktor ist verantwortlich für alle technischen Abläufe eines Theaters. Für die Wahrnehmung seiner Aufgaben sind ihm alle technischen Abteilungen und Werkstätten unterstellt, deren Arbeit er einteilt und beaufsichtigt. Im Einzelnen sind dies die Bühnenhandwerker, Schreiner, Schlosser, Dekorateure, Bühnenmaler, Beleuchter, Tontechniker sowie Fahrer, Heiz- und Klimatechniker. Der Technische Direktor trägt darüber hinaus die Verantwortung für die Einhaltung der bestehenden Sicherheitsvorschriften auf der Bühne, im Saal, den Werkstätten usw. (vgl. Näheres in der Versammlungsstättenverordnung). Dazu hält er Kontakt zum Bauamt, das die Bühnenbauten abnehmen muss, sowie zur Feuerwehr, mit der er die Feuerschutzmaßnahmen abstimmt. In seiner Funktion ist er erster Ansprechpartner für alle (sicherheits-) technischen Fragen seines Theaters, sowohl für die Mitarbeiter als auch für den Intendanten und den Verwaltungsdirektor.

Voraussetzungen
Die meisten Technischen Direktoren haben ein Studium im Bereich Ingenieurswesen, Veranstaltungstechnik o.ä. absolviert. Eine eigene Ausbildung für den Beruf des Technischen Direktors gibt es nicht. Für die Tätigkeit als Technischer Direktor ist der Erwerb des Meisters für Veranstaltungstechnik (vgl. dort) notwendig, um die erforderlichen technischen Sicherheitsvorkehrungen am Theater treffen zu können. In jedem Falle sollte er über Kenntnisse der Baukonstruktion verfügen. Vor dem Hintergrund, dass an einem Haus immer mehrere Stücke gleichzeitig geprobt und aufgeführt werden, sollte er als Technischer Leiter eines Theaters auch ein hohes Maß an Organisationsgeschick und persönlicher Belastbarkeit mitbringen, ferner Verwaltungskenntnisse und rhetorische Fähigkeiten besitzen.

Ausbildung
siehe Voraussetzungen

Tonmeister*in

Berufsbild
Dem Tonmeister obliegen verantwortungsvolle technische und künstlerische Aufgaben. Im Wesentlichen hat er drei Aufgaben: Die Vorbereitung aller für eine Inszenierung benötigten tontechnischen Effekte, die später im Stückverlauf an den im Textbuch oder Klavierauszug vermerkten Stellen eingeblendet werden; die Aufzeichnung und eventuelle Nachbearbeitung von Bühnenmusiken oder Gesangsstellen des Chores bzw. eines Solisten, die ebenfalls während der Vorstellung an der richtigen Stelle einzuspielen sind; die Verstärkung oder Veränderung von Live-Passagen, die auf oder hinter der Bühne gesungen oder gespielt werden. Hinzu kommt gegebenenfalls noch die Betreuung der hauseigenen Video-Übertragungsanlage, mittels derer die Szene und der Dirigent auf verschiedenen Monitoren sichtbar gemacht werden.

Voraussetzungen
Die Berufsbezeichnung „Tonmeister“ ist nicht gesetzlich geschützt. Sie wird in den verschiedenen Medien unterschiedlich verwandt. Da aber in allen Bereichen der Umgang mit Musik als kennzeichnend für dieses Tätigkeitsfeld angesehen wird, gilt die musikalische Begabung als grundsätzliche Voraussetzung.

Ausbildung
Ein Studium dauert ungefähr zehn Semester und endet mit der staatlichen Prüfung zum Diplom-Tonmeister oder Diplom-Ingenieur. Unterrichtsfächer sind Mathematik, Physik, Elektrotechnik, Studiotechnik für den praktischen Bereich und das Spielen eines Instruments, Musiktheorie und -geschichte, Partiturspiel sowie Gehörbildung im musikalischen Zweig. Hinzu kommt ein Praktikum im künftigen Tätigkeitsfeld. Der Tonmeister muss sich stets über technische Neuerungen informieren und gegebenenfalls an einschlägigen Fortbildungsveranstaltungen teilnehmen.

Tontechniker*in

Berufsbild
Der Tontechniker ist für die technische Bedienung und Wartung aller tontechnischen Anlagen im Bühnen- und Zuschauerraum zuständig. Er arbeitet eng mit dem Tonmeister zusammen, dem er in fachlicher Hinsicht unterstellt ist.

Voraussetzungen
Im Grundsatz gelten für den Tontechniker die gleichen Voraussetzungen wie für den Tonmeister (vgl. dort). Beim Tontechniker handelt es sich um keinen staatlich anerkannten Ausbildungsberuf, sinnvoll beim Theater ist aber die Ausbildung zur Fachkraft für Veranstaltungstechnik (vgl. dort). Man kann sich die notwendigen Fertigkeiten im Rahmen einer Mitarbeit in einem Theater nach dem Prinzip „learning by doing“ aneignen. Eine vorhergehende Ausbildung in einem artverwandten Beruf (z.B. Fernmelde- oder Rundfunktechnik) ist darüber hinaus zu empfehlen. Wer als Tontechniker arbeiten möchte, sollte sich direkt an ein Theater wenden und sich dort nach bestehenden Möglichkeiten erkundigen.

Ausbildung
siehe Voraussetzungen

Bühnen- und Beleuchtungsmeister*in

lt. Kollektivvertrag der österreichischen Bundes- und Landestheater

Berufsbild
MeisterInnen sind befähigt die Funktion einer technischen Führungskraft auszuüben und Aufgaben von der Vorbereitung, Organisation und Durchführung von Veranstaltungen für Bühnen- und/oder Beleuchtungstechnik in Theaterbetrieben, sonstigen örtlich gebundenen Veranstaltungsstätten und Produktionsstätten für Hörfunk- oder Fernsehaufnahmen auszuüben und gesetzeskonform auszuführen.

Aufgaben in der Bühnentechnik
– innerbetrieblicher Transport des Auf- und Abbaus sowie des Einsatzes von Dekorationen, Hilfseinrichtungen und Hilfsmitteln an deren Standfestigkeit oder Materialeigenschaften besondere Anforderungen gestellt werden,
– Auswahl von Arbeitsstoffen, die zur Imprägnierung von Dekorationsgegenständen und Requisiten verwendet werden, einschließlich der Erstbeurteilung extern durchgeführter Imprägnierungen,
– Auswahl von Arbeitsstoffen, die zur Erzielung besonderer szenischer Effekte dienen und gesundheitsgefährdend sind,
– bühnentechnische Einrichtungen, insbesondere Drehbühnen, Bühnenwagen, Hubpodien oder Versenkeinrichtungen , Schnürboden oder ähnlicher Einrichtungen die als Ersatz für den Schnürboden verwendet werden können,
-technische und organisatorische Umsetzung des Bühnenbildes im Probe- und Vorstellungsbetrieb, -Wartung und Instandhaltung von bühnentechnischen Einrichtungen.

Aufgaben in der Beleuchtungstechnik
– Einsatz nicht fix installierter beleuchtungstechnischer Einrichtungen sowie Aufbauten, Gerüste und sonstiger Tragmittel für Beleuchtungseinrichtungen, nach den in Betracht kommenden Rechtsvorschriften, Normen und Richtlinien,
– Befestigung von Scheinwerferanlagen oder anderen vergleichbaren Beleuchtungseinrichtungen,
– Auswahl brandgefährlicher Arbeitsstoffe / Materialien, wie Folien und Asbestersatzstoffe, insbesondere mit gesundheitsgefährdenden, physikalischen und chemischen Eigenschaften, einschließlich des Brandverhaltens,
– ordnungsgemäßer Einsatz von elektrischen Steckvorrichtungen, Leitungen und Betriebsmittel,
– szenische Lichtgestaltung,
– technische und organisatorische Umsetzung des Bühnenbildes im Probe- und Vorstellungsbetrieb,
– Wartung und Instandhaltung von beleuchtungstechnischen Einrichtungen.
Voraussetzungen
Zugangsvoraussetzungen zur Ausbildung
– 5 jährige bühnentechnische und/oder beleuchtungstechnische Arbeitserfahrung ohne einschlägige Berufsausbildung.
– 3 jährige bühnentechnische und/oder beleuchtungstechnische Arbeitserfahrung mit erfolgreicher Berufsausbildung in einschlägigen oder vergleichbaren Lehrberufen.
– 2 jährige bühnentechnische und/oder beleuchtungstechnische Arbeitserfahrung mit erfolgreichem Universitäts- oder Fachhochschulabschluss.

Ausbildung
Vermittelt werden bei dieser Ausbildung Fachkenntnisse für die Vorbereitung und Organisation von bühnentechnischen und beleuchtungstechnischen Arbeiten sowie Führungskompetenz-Grundlagen.
– Allgemeiner Kursteil lt. Bühnen FK-V
– Fachlicher Kursteil BÜHNE lt. Bühnen FK-V
– Fachlicher Kursteil BELEUCHTUNG lt. Bühnen FK-V und
– Führungskompetenzgrundlagen

Akademie der Österreichischen Theatertechnischen Gesellschaft m.b.H

Klopstockgasse 39, 1170 Wien
Fon +43 (0)1 485 35 79
Fax +43 (0)1 485 35 79
http://akademie-oethg.at

Hochschule für Musik und darstellende Kunst Graz

Leonhardstraße 15, A-8010 Graz
Fon +43 (0)316 389 11 03
www.kug.ac.at

Vorstellungspersonal

Garderobier*e

Berufsbild
Ein Garderobier (Ankleider) sorgt in erster Linie dafür, dass die Künstler für die Vorstellung ordnungsgemäß angekleidet bzw. während der laufenden Vorstellung umgezogen werden. Das Umziehen muss manchmal in Sekundenschnelle erfolgen. Der Garderobier ist ebenfalls für die Pflege der ihm anvertrauten Kostüme zuständig und bessert kleinere Schäden selbst aus. Bei größeren Schäden gibt er die Kostüme rechtzeitig in die Werkstatt zur Reparatur.

Voraussetzungen
Neben handwerklichem Geschick ist schnelles, bedachtes und umsichtiges Handeln für diesen Beruf absolut notwendig. Dazu sollte sich pädagogisches Geschick gesellen, denn oft sind die Künstler vor ihren Auftritten nervös. Der Garderobier muss im hohen Maße diskret sein, stehen die Darsteller doch häufig nackt bis auf die Haut vor ihm. Er sollte sich nicht vor verschwitzten Kostümen ekeln oder es nicht als Zumutung empfinden, einem Sänger während einer kurzen Atempause auf der Seitenbühne die Wasserflasche und ein Handtuch zu reichen.

Ausbildung
Einen speziellen Ausbildungsweg gibt es nicht, als beste Voraussetzung für den Beruf des Garderobiers gilt die Ausbildung zum Maßschneider Fachrichtung Herren oder Damen (vgl. dort) oder allgemein ein Beruf aus der textilen Branche. Da speziell der Beruf des Maßschneiders immer seltener wird, haben sich die Voraussetzungen für den Einstieg in den Beruf des Garderobiers in den letzten Jahren etwas gewandelt. Bei gutem handwerklichen Geschick und allgemeiner Eignung werden auch berufsfremde Interessenten als Garderobiers eingestellt. In der Regel kann ein fachfremder Mitarbeiter nach 3 Jahren eine Facharbeiterprüfung ablegen und wird dann von der Lohnstruktur den Kollegen aus den Schneiderberufen gleichgestellt.

Gewandmeister*in

Berufsbild
Der Gewandmeister ist für die praktische Umsetzung der Entwürfe des Kostümbildners zuständig. Er sorgt für die stilgerechte, fachmännische, termingerechte und wirtschaftliche Realisierung der vorgegebenen Entwürfe. Seine Einsatzorte sind die Kostümateliers der Theater und Fernsehanstalten sowie einschlägige Spezialfirmen. Der Gewandmeister muss in der Lage sein, skizzierte Entwürfe zu interpretieren, in eine Schnittkonstruktion und danach in ein Kostüm umzusetzen, das der szenischen Figur des Stückes, den Absichten des Regisseurs und dem Träger des Kostüms gerecht wird. Die Arbeit des Gewandmeisters geht demgemäß über eine rein handwerkliche Tätigkeit hinaus und berührt immer wieder künstlerische Aspekte. Aus diesem Grunde ist ein grundsätzliches künstlerisches Interesse unerlässlich.

Voraussetzungen
Die Qualität der Arbeit eines Gewandmeisters hängt von drei Faktoren ab: dem handwerklichen Geschick, dem Sinn für das inhaltlich-künstlerische Umfeld und der Fähigkeit zur Organisation und Koordinierung innerhalb der sachlichen und personellen Rahmenbedingungen. Um zur Ausbildung zugelassen zu werden, wird das Zeugnis der Mittleren Reife bzw. eines gleichwertigen oder höheren Abschlusses verlangt. Hinzu kommt der Gesellenbrief als Damen- oder Herrenmaßschneider oder der Facharbeiterbrief der Bekleidungsindustrie. Ferner wird eine Bescheinigung oder ein Zeugnis verlangt über eine ausgeübte Praxis als Geselle oder Theaterschneider im Anschluss an die Ausbildung, wobei mindestens ein Jahr davon in einer Theater- oder Kostümwerkstatt absolviert werden muss.

Ausbildung
In Deutschland gibt es derzeit zwei Ausbildungsstätten für den Beruf des Gewandmeisters, die Anna-Siemsen-Schule in Hamburg und die Hochschule für Bildende Künste in Dresden. Die Ausbildungsdauer beträgt in Hamburg zwei und in Dresden vier Jahre. Auskünfte über die angebotenen Unterrichtsfächer sowie über Fördermöglichkeiten sind dort zu erfragen. Hinsichtlich der Stellenvermittlung von Gewandmeistern kann man sich an die ZAV wenden. In der Regel dauert die Ausbildung zum Industrienäher ein Jahr, zum Maßschneider Fachrichtung Herren oder Damenmaßschneider drei Jahre.

Maskenbildner*in

Berufsbild
Das Arbeitsgebiet des Maskenbildners umfasst alle manuellen und künstlerischen Tätigkeiten der Maskengestaltung. Hierzu zählen das Anfertigen von Entwurfsskizzen, -zeichnungen und -modellen, das Anfertigen und Kleben von Perücken, Haarteilen, Toupets, Gesichts- und Körperbehaarung sowie von starren und flexiblen Masken, das Schön-, Charakter-, Alt- und Rassenschminken sowie das Schminken von Tier- und Fantasiegestalten. Während der Aufführungen steht der Maskenbildner gegebenenfalls hinter der Bühne bereit, um dem Darsteller bei raschen Änderungen zu helfen (neue Perücke, Älterwerden etc.). Der Maskenbildner arbeitet in der Regel nach den Vorgaben des Bühnen- und Kostümbildners.

Voraussetzungen
Wer Maskenbildner werden möchte, sollte physisches Fingerspitzengefühl besitzen und frei sein von chronischen Rückenbeschwerden, Hautallergien oder Erkrankungen der Atemwege. Hinzu kommen ein ausgeprägtes künstlerisches Einfühlungsvermögen, Urteilskraft, Kreativität, Konzentrationsfähigkeit und Ausdauer. Kontaktfähigkeit, Anpassungsfähigkeit und Sensibilität im Umgang mit den darstellenden Künstlern erleichtern die Arbeit im Schminkraum. Zu den formalen Voraussetzungen gehört die erfolgreiche Absolvierung der allgemeinen Schulpflicht, gut ist auch – obwohl es keine Pflicht ist – der Abschluss in einem artverwandten Beruf, insbesondere Friseur oder Kosmetiker.

Ausbildung
Die Lehrausbildung „Maskenbildner/in“ existiert seit 05. Juli 2018 in Österreich. In Deutschland ist der Beruf des Maskenbildners staatlich anerkannt und bundeseinheitlich geregelt. Die Ausbildung zum Maskenbildner dauert drei Jahre und schließt mit einer Prüfung vor der Industrie- und Handelskammer ab. Neben der betrieblichen Ausbildung erhalten Auszubildende Berufsschulunterricht. Die Ausbildung erfolgt vorrangig in der Maskenabteilung der Theater. Weitere Ausbildungsplätze gibt es bei Fernsehanstalten sowie bei Film-, Foto- und Showproduzenten. Wer im Einzelnen ausbildet bzw. freie Ausbildungsstellen anbietet, ist beim jeweiligen Betrieb zu erfragen. Eine entsprechende Übersicht gibt es nach Kenntnissen des Bühnenvereins nicht. Eine Friseurausbildung kann zusätzlich zur Maskenbildner-Ausbildung nützlich sein, auch ein so genanntes Berufsgrundbildungsjahr als Ergänzung zur Ausbildung hilft manchmal, an einen Ausbildungsplatz zu kommen.

Verwaltung

Disponent*in und Leiter*in des KBB

Berufsbild
Der Disponent (bisweilen auch Chefdisponent genannt) trifft in Abstimmung mit allen Abteilungen des künstlerischen und technischen Bereichs und mit der Personalvertretung die Entscheidungen für den Spiel- und Probenbetrieb. Er regelt die langfristige Disposition, eventuell notwendige Umbesetzungen, die Terminierung von Abstechern, Gastspielen und Sonderveranstaltungen im eigenen Haus. Aufgrund dieser Aufgaben fungiert er bisweilen als Stellvertreter des Intendanten und führt häufig die Bezeichnung Künstlerischer Betriebsdirektor. Er nimmt beratend an der Spielplangestaltung teil, in der abgestimmt mit der Intendanz und der Dramaturgie langfristig die künstlerische Linie des Theaters festgelegt wird. Zu den eher mittelfristigen Aufgaben gehört eine detaillierte Planung der aktuellen Spielzeit, in der personelle Gegebenheiten, Werkstattkapazitäten, das Raumangebot und die Ansprüche der Abonnenten aufeinander abzustimmen sind. Die Ergebnisse dieser Arbeit schlagen sich in den Monats- und Wochenarbeitsplänen nieder, die auch neue Entwicklungen berücksichtigen können.

Voraussetzungen
Der Disponent oder Leiter des KBB muss seinen Betrieb in allen Bereichen genau kennen. Nur wenn er mit den Personen, Abläufen und Besonderheiten seines Theaters eng vertraut ist, ist es ihm möglich, seinen Beruf erfolgreich auszuüben. Daraus ergibt sich zwangsläufig, dass kein Außenstehender für diese Tätigkeit in Frage kommt; nur jemand aus den eigenen Reihen – sei es ein Regisseur, Schauspieler, Sänger, Dramaturg usw. – wird in dieses zentrale Arbeitsgebiet eines Theaters umsteigen können. Neben guten Kontakten zu allen Abteilungen des Hauses sind Kenntnisse der Tarifverträge und des Arbeitsrechts sowie künstlerisches Einfühlungsvermögen, Improvisationstalent und Organisationstalent, gepaart mit Verhandlungsgeschick, unverzichtbar.

Ausbildung
siehe Voraussetzungen

Hauspersonal

Berufsbild
Ein Betrieb, in dem täglich bis zu tausend Menschen arbeiten und die gleiche Anzahl abends als Zuschauer kommt, benötigt Hauspersonal und Verwaltungsangestellte. Diese kann man grob in die Bereiche allgemeines Hauspersonal, Vorderhauspersonal und Personal- und Rechnungswesen (vgl. dort) unterteilen.

Voraussetzungen
Für die verschiedenen Tätigkeiten im Bereich des (Vorder-) Hauspersonals gibt es keine feststehenden Voraussetzungen. Grundsätzlich sollte ein Interesse am Theater und Freude im Umgang mit Menschen vorhanden sein. Kartenverkäufer, Platzanweiser oder das Garderobenpersonal sind diejenigen, mit denen das Publikum als erstes in Kontakt kommt, wenn es eine Veranstaltung besucht. Das Maß an Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft, das dem Gast hier entgegengebracht wird, ist mitverantwortlich für das Image eines Hauses. Wer als Hausinspektor arbeiten möchte, sollte zuvor die Prüfung zum Meister für Veranstaltungstechnik ablegen. Für den Bereich des (Vorder-) Hauspersonals gibt es keine geregelte Ausbildung. Wer eine der genannten Tätigkeiten ausüben möchte, wendet sich am Besten direkt an sein Theater vor Ort und fragt dort nach den vorhandenen Möglichkeiten.

Ausbildung
siehe Voraussetzungen

Kulturmanager*in

Berufsbild
Auch wenn es den Kulturmanager als konkrete Tätigkeit am Theater nicht gibt, lohnt es sich, diesen Beruf im Zusammenhang mit Theater und Orchester näher zu beleuchten. Einsatzgebiete für Kulturmanager im Theater oder Orchester sind höhere Verwaltungsposten und Positionen im Marketing- und PR-Bereich (vgl. jeweils dort). Darüber hinaus arbeiten viele Kulturmanager bei Festivals, Agenturen, Kulturbüros, Vereinen und Verbänden oder sind selbstständig im Projektmanagement bzw. als Manager für einzelne Künstler oder Gruppen tätig. Das Berufsbild des Kulturmanagers hat in den letzten Jahren stark an Bedeutung gewonnen, da in Zeiten knapper Kassen auch Kulturbetriebe betriebswirtschaftlich denken müssen. Um die Freiheit und Qualität der Kunst zu sichern ist es sinnvoll, nicht einfach Managementlehren auf Kulturbetriebe zu übertragen, sondern ausgebildete Kulturmanager als Vermittler zwischen Kunst und Betriebswirtschaft einzusetzen. Der Kulturmanager sichert die Rahmenbedingungen für Kunst und Kultur. Er schafft also Kunst und Kultur nicht selbst, sondern ermöglicht sie unter Einsatz von klassischen Managementinstrumenten. Hierzu gehören Planungs- und Führungstechniken, Controlling und Marketing, aber auch Public Relations. Ein Kulturmanager stellt Austauschbeziehungen zwischen Kunst und Publikum her und muss hierbei rechtliche, administrative, finanzielle und politische Aspekte beachten. Kenntnisse der künstlerischen Ausdrucksformen wie Literatur, Theater, Bildende Kunst oder Musik fließen ebenso in seine Arbeit ein wie kulturgeschichtliche und kultursoziologische Gesichtspunkte.

Voraussetzungen
Die Berufsbezeichnung Kulturmanager ist gesetzlich nicht geschützt und die Voraussetzungen für eine Ausbildung zum Kulturmanager variieren je nach ausbildender Institution beträchtlich. Hochschulen und Universitäten fordern zum Teil ein abgeschlossenes Erststudium im musischen Bereich, in BWL oder Jura; häufig sind Aufnahmeprüfungen vorgeschaltet. Für viele Fort- und Weiterbildungen werden Praxiserfahrungen im kulturellen Bereich vorausgesetzt. Unabdingbar ist ein grundlegendes Interesse an Kunst und Kultur und an den im Berufsbild erwähnten Aspekten. Des Weiteren erfordert die Tätigkeit als Kulturmanager ein hohes Maß an sozialer Kompetenz und Kommunikationsfähigkeit, da stets unterschiedliche Interessen unter einen Hut zu bringen sind und Netzwerkbildung gefragt ist. Viele Kulturmanager organisieren sich deswegen in Vereinen und Netzwerken (vgl. z.B. www.kulturmanagement.net).

Ausbildung
Seit Ende der 80er-Jahre gibt es in Deutschland Studienangebote an staatlichen Hochschulen, in den letzten Jahren ist die Zahl der Ausbildungsmöglichkeiten jedoch sprunghaft angestiegen. Universitäten und Hochschulen bieten Erst- und Aufbaustudiengänge an. Hierbei ist zu beachten, dass die einzelnen Hochschulen zum Teil Schwerpunkte auf bestimmte Kunstformen legen und unterschiedlichen Praxisbezug bieten. Des Weiteren offerieren Bildungswerke, Stiftungen und private Anbieter Wochenendseminare, Abendkurse, Fern- und Vollzeitstudiengänge sowie berufsbegleitende Maßnahmen.

Marketing

Berufsbild
Ähnlich wie in der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit hat sich in den letzten Jahren auch in den Ansprüchen an das Marketing der Theater viel verändert. Um dieser Entwicklung gerecht zu werden beschäftigen viele Theater zunehmend Marketing-Fachleute. Die Aufgaben der Marketingabteilung überschneiden sich oft mit denen der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, die Grenzen sind nicht klar definiert und werden in jedem Haus anders gehandhabt. Ziel des Marketings ist es, das Theater und sein Programm beim Publikum und anderen Zielgruppen (z.B. Politik, Kulturinstitutionen, Verbände etc.) bekannt zu machen, dadurch Besucher zu gewinnen und ein unverwechselbares Profil des eigenen Hauses zu kreieren. Die Hauptaufgabe des Marketings am Theater ist der Entwurf und die Herstellung von Werbemitteln, wie beispielsweise Plakate, Citylights, Programmhefte, Handzettel, Spielpläne, Prospekte, Postkarten, Anzeigen, Website etc. Hierbei arbeiten Marketing-Fachleute eng mit Dramaturgen, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit und oft auch der Intendanz zusammen, um ein maßgeschneidertes Werbekonzept bzw. bei Intendantenwechseln auch eine völlig neue Corporate Identity zu erstellen. Die Umsetzung erfolgt dann durch Grafiker, Web-Designer und Drucker. Außerdem müssen Anzeigenschaltungen, Plakathängungen und alle weiteren Distributionsaktivitäten koordiniert werden. Aber auch die Zusammenstellung und Gestaltung von Pressemappen kann in den Marketingbereich fallen.

Voraussetzungen
Im Marketing muss man sowohl strategisch denken können als auch umsetzungsstark sein. Kreativität und Ideenreichtum sind also gefragt, gleichzeitig darf man nie die Publikumsorientierung aus den Augen lassen. Außerdem sollte man aufgrund der umfangreichen Abstimmungsprozesse mit anderen Abteilungen gute kommunikative Fähigkeiten haben und lösungs- und teamorientiert arbeiten können. Ein grafisches Verständnis darf nicht fehlen. Marketing-Fachleute sollten am Besten ein betriebswirtschaftliches Studium oder ein Kulturmanagement-Studium mit dem Schwerpunkt Marketing absolviert haben und in der Lage sein, mit relativ kleinen Etats möglichst fantasievolle und originelle Marketing-Strategien zu entwickeln. Die Kenntnis der einschlägigen Computerprogramme für den gestalterischen Bereich ist sinnvoll. Auch Praxiserfahrung in Agenturen und im Bereich des Projektmanagements ist für die Bewältigung der Aufgaben hilfreich.

Ausbildung
siehe Voraussetzungen

Personal- und Rechnungswesen

Berufsbild
Ein Betrieb, der bis zu tausend Mitarbeiter auf der Grundlage zahlreicher Tarif- und Einzelverträge beschäftigt, benötigt gut funktionierende Abteilungen mit Verwaltungsangestellten, die sich ausschließlich um das Personal- und das Rechnungswesen kümmern. In größeren Häusern gibt es jeweils einen Abteilungsleiter, der eine mehr oder minder große Zahl an Mitarbeitern hat und seinerseits dem Verwaltungsdirektor unterstellt ist. In kleineren Häusern unterstehen die Angestellten des Personal-, und Rechnungswesens dem Verwaltungsdirektor meist direkt. Den Abteilungen obliegen alle Tätigkeiten, die im Zusammenhang mit der Verwaltung von Personal oder Geld entstehen: In der Personalabteilung sind dies z.B. das Berechnen von Honoraren, Spesen, Aufwandsentschädigungen, Tagegeldern und das Führen der Personalakten, im Rechnungswesen die Bearbeitung von Rechnungen oder die Mitarbeit an Statistiken und Wirtschaftsplänen.

Voraussetzungen
Entweder kommt man in den Bereich des Personal- und Rechnungswesens über eine Verwaltungslaufbahn hinein oder man hat eine kaufmännische Ausbildung oder ein kaufmännisches Studium absolviert. Neben der fachlichen Qualifikation sollte der Mitarbeiter des Personal- und Rechnungswesens Interesse am Theater und ein gewisses Maß an Idealismus besitzen, um mit den Eigenarten eines solchen Betriebes umgehen zu können. Für die Tätigkeit im Personal- und Rechnungswesen empfiehlt sich entweder eine Ausbildung innerhalb einer Kommunal- oder Landesverwaltung im mittleren oder gehobenen Dienst oder eine kaufmännische Ausbildung in der Privatwirtschaft. Welche Behörden ausbilden und wie sich die Ausbildungsvoraussetzungen gestalten, ist im Einzelfall beim zuständigen Arbeitsamt zu erfragen. Grundsätzlich gilt, dass für die dreijährige Ausbildung im mittleren Dienst der Realschulabschluss erwartet wird. Die meisten Controller haben BWL studiert.

Ausbildung
siehe Voraussetzungen

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Berufsbild
Zunehmend gewinnt am Theater auch das Feld der Public Relations (PR) an Bedeutung. Früher wurde dieser Bereich zumeist von der Dramaturgie (vgl. dort) mit bearbeitet. Doch in Zeiten knapper werdender Kassen und steigenden Legitimationsdrucks beschäftigen die Theater vermehrt fachlich gut ausgebildete Mitarbeiter für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Ihr Tätigkeitsbereich besteht darin, durch kontinuierliche Information den Bekanntheitsgrad des Theaters zu erhöhen und Sympathie und Interesse für das Haus in der Öffentlichkeit aufzubauen. Sie sind erster Ansprechpartner für Journalisten und gestalten durch gezielte Kontaktpflege und Vertrauensaufbau bei Medien und anderen Multiplikatoren das Image eines Hauses entscheidend mit. Klassische Aufgaben der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit sind die Erstellung von Presseverteilern, Pressemitteilungen, Pressemappen und Broschüren, die Organisation von Pressekonferenzen, Führungen und Informationsveranstaltungen und die persönliche Betreuung von Journalisten vor Ort.

Voraussetzungen
In der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit benötigt man ein gutes Textverständnis und eine flüssige Schreibe. Da der Großteil des Jobs mit Kommunikation nach innen und außen zu tun hat, sollte man kontaktfreudig sein und zielgruppengerichtet arbeiten können. Netzwerke aufzubauen sollte jeder Presse- und Öffentlichkeitsarbeiter beherrschen. Organisationstalent, Schnelligkeit und Flexibilität sind ebenfalls wichtige Qualitäten. An einer Bühne sollte ein zusätzliches Interesse für und fundiertes Wissen über Theater- und Kunstgeschichte hinzukommen.

Ausbildung
In der Regel besitzen PR-Fachleute eine Hochschul-Ausbildung (Geistes- oder Kommunikationswissenschaften, Publizistik, Betriebswirtschaft, Kulturmanagement o. ä.) oder bilden sich im PR-Bereich weiter. Auch viele Journalisten wechseln im Laufe der Jahre auf die andere Seite.

Sekretär*in

Berufsbild
Der Sekretär unterstützt seinen Vorgesetzten bei der Bewältigung kaufmännischer und verwaltungstechnischer Aufgaben. Er arbeitet in allen Unternehmen der Wirtschaft und Verwaltung. Im Theater findet man Sekretäre vornehmlich im Bereich der Theaterleitung, d.h. in den Büros der Intendanten und Direktoren, je nach Größe des Hauses auch in der Verwaltung, der Dramaturgie und der Technik. Dabei werden ihm u.a. folgende Tätigkeiten anvertraut: Textverarbeitung, Terminkoordination und Fristenüberwachung, Aktenverwaltung, Organisation bürotechnischer Vorgänge (Posteingang, Ablage etc.), Besucherempfang, Vor- und Nachbereitung von Sitzungen, Tagungen und Gesprächen .

Voraussetzungen
Die Tätigkeit des Sekretärs am Theater erfordert Selbstständigkeit, Organisationsgeschick und Teamgeist. Er muss mit Computer, Schreibmaschine, Telefonanlage, Fax, Kopiergerät und Diktiermaschine umgehen können. Sprachkenntnisse sind je nach Theater und Aufgabengebiet unverzichtbar. Bei unmittelbarer Nähe zur Theaterleitung hat der Sekretär Kenntnis von vertraulichen Informationen. Takt, Diskretion und Verschwiegenheit sind für den Sekretär daher unverzichtbare Eigenschaften. Gleichzeitig sorgt er dafür, dass wichtige Informationen zügig weitergegeben werden und die hausinterne Kommunikation nicht ins Stocken gerät. Wie bei allen Berufen am Theater sollte auch der Sekretär einen persönlichen Bezug haben zu dem, was auf und hinter der Bühne geschieht. Als Sekretär des Intendanten ist er oftmals Ansprechpartner für Sorgen und Probleme der Mitarbeiter, so dass Lebenserfahrung und soziale Kompetenz für seine Arbeit ebenfalls von Bedeutung sind.

Ausbildung
siehe Voraussetzungen

Verwaltungsdirektor*in

Berufsbild
Der Verwaltungsdirektor (bisweilen auch Verwaltungsleiter genannt) ist für alle juristischen und betriebswirtschaftlichen Belange eines Theaters zuständig. Er strukturiert und überwacht den Haushalt, verhandelt über Gagen und Entgelte, achtet auf die Einhaltung der Arbeits- und Tarifverträge, kümmert sich um Nutzungsrechte von GEMA und Verlagen, entscheidet über größere Anschaffungen, kontrolliert die Buchführung und bearbeitet alle rechtlichen Fragestellungen. Der Verwaltungsdirektor eines Theaters arbeitet eng mit dem Intendanten zusammen. Immer öfter steht er in der Hierarchie eines Hauses auf derselben Stufe wie dieser, so dass es faktisch eine Doppelspitze gibt. In jedem Falle müssen Verwaltungsdirektor und Intendant ein harmonisches Team bilden, um eine kompetente und erfolgreiche Arbeit zu ermöglichen. Grundsätzlich hat der Verwaltungsdirektor die Aufgabe, die künstlerischen Vorstellungen des Intendanten finanziell und juristisch zu ermöglichen; auch er trägt daher auf seine Weise Verantwortung für die künstlerischen Interessen seines Theaters. Dabei bleibt es nicht aus, dass er bisweilen als „Bremser“ auftritt, wenn rechtliche oder wirtschaftliche Vorbehalte bestehen. In jedem Falle muss er sich bewusst sein, dass er in einem künstlerischen Bereich arbeitet, wo eine einseitig administrativ-bürokratische Denkweise kontraproduktiv ist. Je nach Rechts- und Organisationsstruktur eines Theaters kann der Verwaltungsdirektor auch Kaufmännischer Direktor/Geschäftsführer oder Geschäftsführender Direktor heißen.

Voraussetzungen
Ein einschlägiges Gutachten* formuliert die Voraussetzungen, die ein Verwaltungsdirektor mitbringen sollte, folgendermaßen: „Die Aufgabe des Verwaltungsdirektors erfordert eine große Bereitschaft, sich den besonderen zeitlichen und organisatorischen Erfordernissen eines Theaterbetriebes anzupassen (Dienst am Abend und an Wochenenden, Urlaub überwiegend während der spielfreien Zeit usw.). Für diese Aufgabe sind nur Personen geeignet, die ein persönliches Interesse und Spaß am Theater haben.

Ausbildung
Eine spezifische Ausbildung zum Verwaltungsdirektor gibt es nicht. In der Regel wird diese Aufgabe einem Juristen, Betriebswirt, Kulturmanager (vgl. dort) oder Verwaltungsfachmann übertragen, der schon an einem Theater gearbeitet hat oder über anderweitige einschlägige Erfahrungen verfügt. Auskünfte über die Studiengänge Jura und Betriebswirtschaftslehre erteilen die jeweiligen Universitäten und Fachhochschulen. Über die Laufbahn als Verwaltungsbeamter im höheren Dienst informiert das Arbeitsamt.

 

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